43. Lauf: Markus Mey feiert ersten Sieg beim Monschau-Marathon

43. Lauf : Markus Mey feiert ersten Sieg beim Monschau-Marathon

Markus Mey hat den 43. Monschau-Marathon gewonnen. Nach 2:53:04 Stunden kam er vor Manuel Skopnik (Rhein-Berg Runners) und Wesley Soors ins Ziel. Die schnellste Frau war Tanja Schmitt mit 3:07:22 Stunden.

Mey war schon mehrfach beim Monschau-Marathon gestartet und stand am Ende auch schon oft auf dem Podest. Nachdem er den Ultra-Marathon in den Vorjahren bereits einmal für sich entscheiden konnte, hatte er jetzt beim Marathon die Nase vorn. Mit seiner Zeit war der für den TV Konzen startende Läufer aus Morsbach zwar nicht ganz zufrieden, er freute sich aber sehr über den Sieg. „In der Nähe von Höfen herrschte starker Wind, da habe ich beschleunigt und mich etwas abgesetzt. Danach konnte ich mein Tempo laufen“, sagte er im Ziel auf der Konrad-Adenauer Straße in Konzen, wo er von den Zuschauern begeistert empfangen wurde.

Tanja Schmitt war zum zweiten Mal beim Monschau-Marathon dabei und kam etwas mehr als fünf Minuten vor Andrea Pfister (Lauffreunde HADI Wesel) und sieben Minuten vor Nora Schmitz (Peters Sportteam)ins Ziel. „Das sah nur leicht aus. Ich habe Durst und schwere Beine“, meinte sie kurz nach ihrer Ankunft.

Den Ultra-Marathon über 56 Kilometer entschied André Collet (Team Sportsfreund), der schon oft beim Monschau-Marathon triumphierte, in 3:42:36 Stunden mit knapp einer Viertelstunde Vorsprung zum dritten Mal für sich. Eigentlich wollte er eine neue Rekordzeit aufstellen, aber es sollte anders kommen. Trotz eines Sturzes gelang es ihm zwar, seine eigene Rekordzeit zu unterbieten, für den Streckenrekord fehlten am Ende aber rund drei Minuten. Den Sieg widmete er seiner Schwiegermutter, die in der Nacht zuvor gestorben war und sonst immer im Zielbereich auf ihn gewartet hatte.

„Diese Veranstaltung ist immer ein Highlight für mich. Es ist einer der schönsten Wettkämpfe in Deutschland. Monschau ist fantastisch“, sagte Collet. In drei Wochen will er beim Transalpin-Run an den Start gehen, dann sind in acht Etappen 273,8 Kilometer mit 16.150 Höhenmetern im Aufstieg und 14.407 Höhenmetern im Abstieg zu bewältigen. „Ich bin gut vorbereitet, das war heute die Bestätigung“, sagte Collet. Hinter ihm folgten Leo Smets (AC Herentals) (3:57:26) und Stephan Langer (SC Bütgenbach) (3:58:27) auf den Plätzen zwei und drei. Hendrike Hatzmann vom ausrichtenden TV Konzen kam nach 4:51:46 Stunden ins Ziel und war damit die schnellste Teilnehmerin. Hinter ihr folgten Mara Lückert (SG Wenden) und Andrea Switala. Marion Braun aus Eicherscheid belegte den vierten Platz.

Rund 500 Läufer waren am Morgen um 8 Uhr in Konzen auf die Marathon-Strecke gegangen. Den Startschuss gab Willem Mütze, der zum 1702. Mal bei einem Marathon startete und zum 33. Mal beim Monschau-Marathon. Zwei Stunden vorher waren schon die rund 230 Ultra-Läufer sowie die etwa 260 Teilnehmer des Genuss-Marathons gestartet. Der Genuss-Marathon stand in diesem Jahr erstmals als Ersatz für den Marathon-Walk auf dem Programm und soll eine Teilnahme ohne Zeitdruck ermöglichen. „Die ganze Strecke ist ein Genuss“, bescheinigte nicht nur ein Teilnehmer den Organisatoren.

Am Samstag standen bereits ein Walking-Day, eine Mountainbike-Tour auf der Originallaufstrecke, der Eifel-Panorama-Walk und der Mini-Marathon auf dem Programm.

Insgesamt waren bei allen Veranstaltungen rund 1600 Sportler und Sportlerinnen aus mehr als 16 Nationen am Start. Aus China, Australien, den USA, Frankreich, England, Japan, Namibia und natürlich aus den Benelux-Ländern waren die Teilnehmer gekommen.

Felix Arens und Dominik Huppertz hatten die Moderation der Veranstaltung übernommen. Sie lieferten Informationen zu den Sportlerinnen und Sportlern, wussten so manche Geschichten und Anekdoten über den Marathon zu erzählen und führten im Zielbereich interessante Interviews mit den ankommenden Läufern.

Rund um die Veranstaltung waren wieder rund 400 ehrenamtliche Helfer im Einsatz, die für den reibungslosen Ablauf der hochklassigen Veranstaltung sorgten.

Oliver Krings zog als Mitglied des Organisationsteams des TV Konzen ein sehr positives Fazit. „Natürlich ist man vorher etwas angespannt und hofft, dass alles klappt. Unser Team ist aber seit Jahren eingespielt, so dass es keine bösen Überraschungen mehr gibt. Wenn alle heil im Ziel ankommen, ist der Tag gelungen. Wenn die Leute glücklich sind, sind wir es auch“, sagte Krings.

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