Lichtprojektion erregt Aufsehen beim Monschau-Festival

Effektbeleuchtung beim Monschau-Festival : Lichtprojektion erregt Aufsehen

Damit die Technik ihre Trümpfe ausspielen kann, muss es erst einmal dunkel werden. Wenn sich aber erst mal der Abend über Monschau gesenkt hat, tritt ein technisches Wunderding namens „Mac 3“ in Aktion und wirft wie von Geisterhand einen Schriftzug auf das uralte Mauerwerk.

Der macht Passanten klar, was sie derzeit auf der anderen Seite des Turms erwartet „Monschau-Festival – Open Air auf der Burg“ – die Einladung ist nicht zu übersehen. Begleitet wird sie vom stilisierten Bergfried, dem Logo des Festivals, und vom Logo des Sponsors Stawag aus Aachen.

Mögen es auch die Aufführungen und Konzerte sein, die bei dem Kulturereignis die Akzente setzen: Von ihrem spektakulären Charakter her erregt die Projektion her mindestens ebenso viel Aufsehen. Erdacht und auf dem Weg zur Verwirklichung gebracht hat diese etwas andere Werbung für den Event des Jahres im Nordeifeler Städtchen Monschau-Festival-Geschäftsführer Helmut Lanio. Bei der technischen Realisation standen ihm dabei Marcel Hecker, Geschäftsführer der Firma Joy in Aachen-Oberforstbach, und Maik Giolbas aus Frankfurt/Main, der Technische Leiter und Lichtdesigner des Festivals.

Dreh- und Angelpunkt des Konzepts ist eine Speziallampe des Typs „Mac 3“ des weltweit operierenden Herstellers Martin Harman mit deutschem Firmensitz in Garching bei München. „Diese Lampe hat einen besonders hohen Lichtoutput“, erklärt Maik Giolbas, „was für ein scharfes Bild auf dem Eselsturm sorgt.“ Eine bessere Ausrüstung für solche Effekte gebe es im Moment nicht: „Das ist absolut state of the art“, versichert der Fachmann mit Blick auf den besonders hohen Stand der Technik.

Doch auch eine Lampe kann keine Zauberkunststücke leisten, und so braucht sie einen Vorsatz, einen so genannten Gobo, der eine ähnliche Funktion übernimmt wie das Dia bei einem klassischen Projektor. Gegen das wechselhafte Wetter dieser Tage wird die Speziallampe durch Planen geschützt. „Das Ganze funktioniert dann im Grunde wie ein Guckkasten“, kommentiert Technikchef Giolbas.

Zu sehen ist das Licht-Spektakel auf dem Eselsturm übrigens nur während der Vorstellung. Sobald das Spektakel auf der Bühne aufhört, erlischt auch die Zauberlampe „Mac 3“ – und alles wirkt, als sei da nie etwas gewesen.

(chh)
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