Konzen feiert drei Tage mit zwei Jubiläumsvereinen

Vom Sternmarsch bis zur Feier im Festzelt : Konzen feiert drei Tage mit zwei Jubiläumsvereinen

Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter hatte die Schirmherrschaft über die dreitägigen Feierlichkeiten aus Anlass des 145-jährigen Bestehens des Konzener Musikvereins und des 112-jährigen Bestehens der Löschgruppe Konzen übernommen.

Höhepunkte waren der Sternmarsch, der Tag der Feuerwehr, die Auftritte des Kurt-Gäble-Orchesters und der Band „Die Lausbuba“ sowie der abschließende Festzug.

Ein Stelldichein in Konzen gaben sich eine Vielzahl von Feuerwehrkameraden und Musikfreunde am Freitag beim abendlichen Sternmarsch. Die Musikvereine aus Mützenich, Roetgen, Höfen, Rohren, Eicherscheid, Kalterherberg, Steckenborn, Dedenborn und Kallmuth, die Feuerwehren aus Mützenich, Roetgen, Höfen, Rohren, Eicherscheid, Kesternich, Kalterherberg, Rollesbroich und Lammersdorf, das gemeinsame Trommler- und Pfeiferkorps Konzen/Eicherscheid und das Technische Hilfswerk Lammersdorf zogen unter dem Motto „Dein Einsatz mit Musik und Feuer“ durch die Straßen. Als gemeinsames Ziel visierten die Teilnehmer des Sternmarsches das Festzelt am Dorfplatz an, wo der Abend ausklingen sollte. Im Festzelt sorgte das DJ-Team „Bude 08“ für beste Unterhaltung.

Die jüngsten Mitglieder der Konzener Feuerwehr stellten sich im Rahmen des Tages der Feuerwehr am Samstag der Öffentlichkeit vor. Derzeit zählt die Konzener Jugendfeuerwehr 18 Mitglieder. Neun von ihnen simulierten unter Leitung von Jugendfeuerwehrwart Marcel Braun in einer Löschübung einen Flächenbrand. Die Wasserentnahme erfolgte aus einem Unterflurhydranten. Die Jugendlichen löschten mit einem B-Rohr und mit zwei C-Rohren. Aufgrund der Größe des Schlauches und des hohen Druckzustandes mussten jeweils zwei Jugendliche den Schlauch zum Löschen festhalten. „In den nächsten 40 Jahren prognostiziere ich, dass im Monschauer Feuerwehrwesen keine personellen Probleme auftauchen werden“, betonte Löschzugführer Guido Schmitz nach Abschluss der Übung.

Beim Tag der Feuerwehr löschten die jüngsten Mitglieder der Konzener Feuerwehr einen simulierten Flächenbrand. Foto: Alfred Mertens

Im Bereich von Bränden an Gasanlagen wurden durch Kameraden der Konzener Wehr – erstmals im Bereich der Städteregion Aachen – Übungen an der neu angeschafften Gefahrgut- und Brandsimulationsübungsanlage (Gubas) durchgeführt. Gezeigt wurde, wie eine Gasflamme unter Atemschutz mit einem C-Hohlstrahlrohr abgeschlagen wurde.

In einer Fahrzeugausstellung konnten von den Besuchern ein Rüstwagen und ein Einsatzleitwagen der Roetgener Wehr, ein Löschfahrzeug aus Steckenborn, ein Hilfeleistungslöschfahrzeug des Löschzuges Konzen/Imgenbroich und ein Rettungswagen des Malteser Hilfsdienstes inspiziert werden.

Einige Kameraden der Konzener Feuerwehr demonstrierten den Besuchern des Tages der Feuerwehr eine Übung an der neu angeschafften Gefahrgut- und Brandsimulationsübungsanlage der Städteregion Aachen. Foto: Alfred Mertens

Komponist, Arrangeur, Dirigent, Musiker und Musikpädagoge Kurt Gäble (66) aus Lauben bei Memmingen hat sein Leben der Musik, insbesondere der Blasmusik, verschrieben. Gäble konnte gewonnen werden, um mit 43 Musikern aus verschiedenen Eifeler Orchestern nach intensiven Proben im Festzelt mit Polkas und Marschmusik aufzutreten. „Die Musiker waren sehr motiviert und lernwillig. Beim ersten Probenabend stand noch das Kennenlernen im Vordergrund. Danach galt es, ein ansprechendes Programm auf die Beine zu stellen. Mit zehn Musikstücken haben wir uns ein realistisches Ziel für den Abend gesetzt“, betonte Gäble vor dem Auftritt.

Pünktlich zum Fassanstich im Festzelt sorgten dann die Musiker unter Leitung von Gäble für ausgelassene Oktoberfeststimmung. Im Anschluss verschafften sich die Musiker der Band „Die Lausbuba“ höchste Aufmerksamkeit. Bis weit nach Mitternacht sorgten sie für mächtig Stimmung im restlos ausverkauften Festzelt.

Zum Abschluss der Feierlichkeiten des Musikvereins und der Feuerwehr führte ein Festzug – hier der Musikverein aus Eicherscheid – durch einige Straßen Konzens. Foto: Alfred Mertens

Der sonntägliche Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Peter und Pankratius wurde durch das Jugendorchester des Konzener Musikvereins mitgestaltet. Der Musikverein Lyra Höfen, das gemeinsame Trommler- und Pfeiferkorps Konzen/Eicherscheid und der Musikverein Allzeit fröhlich Dedenborn sorgten für Unterhaltung beim Frühschoppen im Festzelt.

„Aufstellung im Kirchbruch!“, hieß es für alle Teilnehmer des Festzuges. Bei leichtem Nieselregen nahmen Musikvereine aus Eicherscheid, Eilendorf, Kalterherberg, Mützenich, Rohren und Steckenborn, Feuerwehren aus Höfen, Kalterherberg, Kesternich, Lammersdorf, Monschau und Mützenich, das gemeinsame Trommler- und Pfeiferkorps Konzen/Eicherscheid, Abordnungen des Mandolinenorchesters und des Turnvereins, die Fahnenschwenker aus Weiden, die Jugendfeuerwehr Konzen/Imgenbroich und das Technische Hilfswerk Lammersdorf teil. Den Ehrenmitgliedern der beiden Jubiläumsvereine wurde eine Planwagenfahrt ermöglicht.

Der Schulhof am Pavillon füllte sich dann mit Hunderten von Musikern, Feuerwehrmännern, Sportlern und Vertretern anderer Vereine, und Stephan Förster vom gastgebenden Musikverein freute sich, „dass der Himmel ein Einsehen hatte und wir doch noch den gesamten Zugweg gehen konnten“. Nach Gratulationen und viel Lob für eine tolle Organisation an die beiden ausrichtenden Vereine bildete das Gesamtspiel den klangvollen Abschluss des Freiluftprogramms – pünktlich, bevor der Regen stärker wurde. Es zog sich nun alles ins Festzelt, wo die Eifelklänge Eicherscheid, das Heimatecho Steckenborn und die Eintracht aus Mützenich noch bis zum Abend mit hervorragendem Bühnenspiel den Festreigen abrundeten.

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