Karnevalistischer Nachmittag der KDF-Frauen in Mützenich

Fastelovend in seiner schönsten Form : Karnevalistischer Nachmittag der KDF-Frauen in Mützenich

Fastelovend in seiner schönsten und ursprünglichsten Form ist angesagt, wenn die Mützenicher KDF-Frauen zu ihrem karnevalistischen Nachmittag einladen. Auch diesmal bot die engagierte Gruppe um Gertrud Steffens ein paar kurzweilige Stunden in geselliger Runde.

KDF steht für Katholischer Deutscher Frauenbund, der Verband wurde vor gut 100 Jahren in der Diözese Köln gegründet und zählt heute bundesweit rund 200.000 Mitglieder. Ein besonders lebendiger von insgesamt 2000 deutschen Ortsvereinen ist in Mützenich zu Hause. Sein Leitbild: Frauen und Männer meistern ihr Leben partnerschaftlich und nicht im Gegeneinander, das Profil der modernen Frau ist christlich orientiert: „Unser KDF macht sich für die Interessen und Bedürfnisse der Frau stark“, heißt es in der Satzung.

Ortsvereinsvorsitzende und Moderatorin Gertrud Steffens hieß zur Sitzungseröffnung „unser ganzes Dorf“ und besonders Ortsvorsteherin Jacqueline Huppertz willkommen. Und es wurde deutlich: Es steckt viel Arbeit dahinter, das fast dreistündige Programm auf die Beine zu stellen, doch die bunt und phantasievoll kostümierten Frauen und auch überraschend viele Herren der Schöpfung im voll besetzten Schützenhaus dankten es mit reichlich Applaus.

Den Reigen der Darbietungen eröffneten die Vereins-Vorstandsdamen mit einem Potpourri rund um „et Trömmelche“, an das sich eine Ehrung für Leni und Walter Carl für ihre Verdienste um diese Veranstaltung anschloss. Viele Programmpunkte hatten Hanne Thomas, Heike Steffens, Bruni Steffens, Elisabeth Evertz, Heidi Niessen, Doreliese Küpper, Janina Koch, Gabi Steffens und Gertrud Steffens wieder selbst vorbereitet. In witzigen und toll gespielten Sketchen berichteten sie von einem Arztbesuch, über ein neues, aber streikendes Auto und von Pillen, die man buchstäblich im Wasser nehmen soll.

Doreliese Küpper gab eine „Geschichte aus dem Leben“ zum Besten, Martina Kneer hatte „jet Verzöll“ parat, und Elisabeth Evertz und Heidi Niessen machten den Unterschied zwischen einem modernen Computer und einer guten alten Schreibmaschine deutlich. Kein Auge blieb trocken, als Heidi Klum und ihre Mützenicher KDF-Models die völlig neuartige und vielseitige „Dorpsbotz 2019“ vorstellten.

Bärenstark auch die Gastauftritte aus dem Ort, die man für den Nachmittag hatte gewinnen können. Das TPK-Männerballet nahm die Jecken mit auf eine Safari, die älteren Kinder des Turnvereins entführten das Publikum in den Wilden Westen, und die süßen TV-Küken sorgten als kleine Piraten für tobende Begeisterung. Das i-Tüpfelchen setzten dann Ronja Kuck und Tobias Breyer auf das TV-Gastspiel, als sie mit Ausstrahlung und Leichtigkeit einen fast schon professionellen Paartanz aufs Parkett legten.

Maria Förster, Heike Steffen, Verena Kuck und Sandra Maaßen hatten die tollen Darbietungen mit den Kindern einstudiert. Für Begeisterung sorgten auch die drei „Venn-Bitches“ (Kerstin Litt, Helga Müller und Nathalie Schepp), die ihre Männer zur Freude des Publikums kräftig durch den Kakao zogen, von ihren Figurproblemen sangen und als stürmisch geforderte Zugabe „et Bierche“ zelebrierten.

Viel zu schnell vergingen die Stunden, doch ein Ass hatten die Frauen noch im Ärmel: Zum Abschluss sangen die oben Genannten das „Lied von der Krähe“ – wie es sich für eine katholische Vereinigung gehört zur Melodie von „Großer Gott wir loben Dich“. Zur Musik von Musicus René Taildeman, der den Nachmittag mit dem Keyboard begleitete, blieb man aber auch nach Programmschluss noch ein paar gesellige Stunden beisammen.

(hes)
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