In Monschau wird die Beleuchtung auf moderne LED-Technik umgestellt

Umstellung auf LED : In Monschau werden 2067 Straßenlaternen und Leuchten umgerüstet

Die 2067 Straßenlaternen und Leuchten im Stadtgebiet Monschau werden in den kommenden Monaten umgerüstet. Geplant ist eine großflächige Umstellung auf moderne LED-Technik.

Damit hat die Stadt Monschau den lokalen Energieversorger Stawag im Oktober des vergangenen Jahres beauftragt. Das Konzept für die Umrüstung hat die Stawag gemeinsam mit der Aachener Regionetz GmbH als Netzbetreiber entwickelt. Die Kosten für die Umrüstung trägt der Energieversorger.

Bevor die Arbeiten nun losgehen, stellte Beleuchtungsexperte Gerhard Klöfkorn von der Regionetz dem Bau- und Planungsausschuss der Stadt Monschau den aktuellen Sachstand und den zeitlichen Ablauf des Sanierungskonzeptes vor. Dabei ging er auch auf die Energieeffizienz der neuen LED-Beleuchtung in Zusammenhang mit der Vermeidung von Lichtverschmutzung ein.

Zunächst ging Klöfkorn auf grundlegende Aspekte der Beleuchtung wie Farbwiedergabe und Farbtemperatur ein, um die Vorteile der LED-Technik im Vergleich zu herkömmlichen Quecksilberdampf- oder Natriumhochdrucklampen zu verdeutlichen. Zurzeit arbeiten 58 Prozent der Leuchten im Stadtgebiet noch mit Quecksilberdampf, 40 Prozent mit Natriumhochdruck und nur 1,5 Prozent mit LED-Technik.

Alle neuen Leuchten werden kein Licht mehr nach oben in den Himmel abgeben. So soll das Licht effektiver verteilt und der ausgesendete Lichtstrom verringert werden. Das spart Energie und verringert die Lichtverschmutzung – ein weiterer ökologischer Aspekt mit Blick auf den Sternenpark Eifel. Anhand einer Untersuchung der Stadtwerke Düsseldorf verdeutlichte der Experte, dass LED-Leuchten im Vergleich auch die wenigsten Insekten anziehen.

Momentan liegt der jährliche Stromverbrauch der Leuchten bei 800.000 Kilowattstunden. Abhängig vom eingestellten Helligkeitsniveau wird hier von einem Einsparpotential in Höhe von 40 bis 60 Prozent ausgegangen. Das größte Einsparpotential wird bei der Anstrahlung der Gebäude gesehen. Dazu gehören zum Beispiel das Rote Haus, die Burg und die Kirche in Rohren. Hier sei eine detaillierte Einzelfallbetrachtung erforderlich, sagte Klöfken.

Die Begehung der 60 Schaltstellen ist inzwischen erfolgt. Rund 75 Prozent davon werden erneuert, die anderen 25 Prozent werden aufgerüstet. Alle Schaltstellen erhalten einen Überspannungsschutz und werden mit Telemanagement ausgestattet. Das bedeutet, dass sich jede Leuchte einzeln steuern lässt. Laut Klöfkorn ist damit unter anderem eine Reduzierung des Stromverbrauchs verbunden. Außerdem sollen Störungen so schneller beseitigt werden. Des Weiteren sind automatische Rückmeldungen und schnelle Änderungen möglich, etwa wenn das Licht zu hell oder zu dunkel sein sollte. Für jede einzelne Leuchte lassen sich künftig der Leuchtentyp, die Leistung, das Dimmprofil, das Installationsdatum, der Status der Leuchte, Störungsmeldungen, die letzte Wartung und die Zahl der Brennstunden anzeigen.

Begonnen werden soll mit der Umrüstung in Konzen. Danach folgen dann Imgenbroich, Monschau, Höfen, Rohren, Widdau, Mützenich und schließlich Kalterherberg.

„Unsere Orte werden schöner werden“, sagte Hilmar Weber (CDU) und verwies auf die Einspareffekte. Auch Gregor Mathar (SPD) hob neben diesen Aspekten auch die Effekte auf den Sternenhimmel und die Insekten hervor. „Wir sparen nicht nur Energie, sondern tun der Umwelt doppelt gut“, sagt er. Das Telemanagement der neuen Leuchten eröffne viele Möglichkeiten, erklärte Werner Krickel (Grüne). Er schlug vor, die Anstrahlung der Gebäude in Ruhe anzugehen und neue Konzepte dafür zu entwickeln.

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