Imgenbroich: Bioabfallcontainer wird wieder länger geöffnet

ELC Süd in Imgenbroich : Bioabfallcontainer wird wieder länger geöffnet

Das 2013 im Imgenbroicher Gewerbegebiet als Leuchtturmprojekt eingerichtete Entsorgungs- und Logistik-Center (ELC) Süd war sicherlich von Anfang an ein Erfolgsprojekt, wie die hohen Nutzungszahlen verdeutlichen.

Der Andrang ist dort oft so groß, dass sich zu Spitzenzeiten lange Autoschlangen bilden. Diesbezüglich und im Hinblick auf die Öffnungszeiten des Bioabfallcontainers will die Verwaltung der Stadt Monschau nun mit der Regio-Entsorgung eine Erweiterung der Öffnungszeiten erwirken.

Dem vorausgegangen war ein Antrag der SPD-Fraktion, den Bioabfallcontainer wieder donnerstags wie bisher von 10 bis 18 Uhr zu öffnen. Aufgrund von Verschmutzung und Fehlbefüllung sind die Container derzeit nur von 15 bis 18 Uhr kontrolliert geöffnet. In der Begründung hieß es, dass durch die momentanen Öffnungszeiten Doppelfahrten für die Entsorgung des normalen und des Bioabfalls anfallen. Staus und längere Wartezeiten sind damit vorprogrammiert. Gleichzeitig schlug die SPD-Fraktion aus Gründen der Gleichbehandlung mit allen anderen Monschauer Stadtteilen vor, dass die Bioabfallentsorgung für Imgenbroich in der Zeit von 10 bis 14 Uhr und die für Konzen von 14 bis 18 Uhr erfolgt.

Unter dem Vorbehalt, dass auch für die erweiterte Öffnungszeit am Standort in Imgenbroich eine Betreuung durch die Eifeler Christen gewährleistet werden kann, ist laut Verwaltung die Ausweitung des Angebotes im kommenden Jahr sinnvoll und nach Auskunft der Regio-Entsorgung auch möglich. Womit im nächsten Jahr mit einer Entspannung der Lage am ELC Süd zu rechnen ist. Alle Fraktionen stimmten dem Beschlussvorschlag zu.

Dies war allerdings für einen Antrag der Stadtratfraktion Bündnis 90/Die Grünen nicht der Fall. Diese hatten die Ausgabe von kostenlosen Müll-Sammel-Säcken an die Bürger beantragt, welche im Rahmen des Umweltgedankens herumliegenden Müll aller Art bei Spaziergängen oder Wanderungen aufsammeln und diesen dann über die eigene Mülltonne entsorgen könnten.

Die Verwaltung und alle anderen Fraktionen sahen im Hinblick auf die bereits bestehenden Möglichkeiten zur Beseitigung von wildem Müll keinen Bedarf für die Erweiterung der Abgabemöglichkeiten. Waltraud Haake (CDU) und Kämmerer Franz-Karl Boden verwiesen in dem Zusammenhang auch auf zusätzliche Personalkosten und möglichen Missbrauch bei der Umsetzung. Haake: „Die notwendige Prüfung der Befüllung steht in keinem Verhältnis zum erwartbaren Nutzen.“ Kämmerer Boden räumte auf Nachfrage ein, dass die Bürger, die in der geschilderten Art Müll gesammelt hätten, diesen beim Bauhof zu dessen Öffnungszeiten abgeben könnten.

(ho)
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