Fotoausstellung von Peter Stollenwerk im Aukloster in Monschau

20 Jahre Monschau-Festival : Besondere Augenblicke auf der Burg

Zwei Soldaten in historischer Uniform lehnen erschöpft an einer Mauer. Einer der beiden schaut direkt in die Kamera und lächelt, während der andere auf die Waffe in seinen Händen stiert.

Arbeiter werkeln in einem Gewirr von Stahlstangen und Konstantin Wecker und Hannes Wader posieren zusammen: Diese und viele andere Szenen und Momente rund um das Monschau-Festival hat der Fotograf und langjährige Redakteur dieser Zeitung, Peter Stollenwerk aus Steckenborn, mit der Kamera festgehalten. Aus Anlass des 20-jährigen Bestehens der Veranstaltung zeigt er jetzt im Kreuzgang des Auklosters eine Auswahl seiner visuellen Eindrücke.

Die Bilddokumentation beleuchtet im Zeitraffer in mehr als 100 Fotos kleine und große Momente der Festival-Jahre 2000 bis 2018 - von Aida bis zur Zauberflöte, von Heino bis Jethro Tull. Von den Entstehungstagen bis heute hat Peter Stollenwerk das Festival journalistisch intensiv begleitet. Bei zahlreichen der inzwischen über 150 Veranstaltungen auf der Monschauer Burg hat er Szenen und Augenblicke rund um die Burgbühne mit der Kamera festgehalten.

Stollenwerk war auch schon dabei, als der Monschauer Unternehmer und heutige Ehrenbürger Hans Georg Weiss im Frühsommer des Jahres 2000 im Grafenkeller des Hotel Rolshausen auf einer Pressekonferenz verkündete, dass die Festspiele auf der über 800 Jahren alten Burg Monschau eine Wiederbelebung erfahren sollten.

Die Bilder geben Einblicke in die Proben, den Aufbau und die Logistik und zeigen Momente, die dem Publikum oft verborgen bleiben. Foto: Peter Stollenwerk

Unter dem Begriff „Monschau-Klassik“ wollte er seiner Vision einer kulturell herausragenden Veranstaltungsreihe mit großen Werken aus der Welt der Oper Ausdruck verleihen. „Damals hat er alle mit seiner Ankündigung überrascht. Aber er hat Recht behalten“, sagt Stollenwerk. Aus dem gewagten Experiment ist 20 Jahre später ein etabliertes und überregional beachtetes Sommer-Festival geworden, dessen musikalisches Spektrum immer bunter und vielfältiger wurde.

„In den ersten Jahren war die Bewegungsfreiheit für Journalisten noch nahezu uneingeschränkt, später war das aber unter anderem wegen Sicherheitsauflagen nicht mehr möglich“, erinnert sich Stollenwerk.

Die Bilder in den Formaten 30 x 20 Zentimeter und 60 x 40 Zentimeter zeigen persönliche Erinnerungen und fotografisch interessante Momente, die das Geschehen vor, hinter und auf der Bühne widerspiegeln. Sie geben Einblicke in die Proben, den Aufbau und die Logistik und zeigen Momente, die dem Publikum oft verborgen bleiben. „Wenn die Besucher den Glanz auf der Bühne sehen, ahnen sie ja nicht, welcher Aufwand dahinter steckt“, sagt der Journalist und Fotograf.

„Wenn die Besucher den Glanz auf der Bühne sehen, ahnen sie ja nicht, welcher Aufwand dahinter steckt“, sagt der Journalist und Fotograf Peter Stollenwerk aus Steckenborn. Foto: Peter Stollenwerk

Den Aufwand für diese Ausstellung hat Stollenwerk aber auch unterschätzt. „Schließlich galt es, aus rund 5000 Bildern eine Auswahl zu treffen. Bei der Konzeption und Realisierung habe ich glücklicherweise kompetente Unterstützung durch Guido Braun von der Mon-Art-Galerie erhalten“, erklärt er. Allein mit der Nachbearbeitung, der Rahmung und der Aufhängung der Bilder waren die beiden vier Tage lang beschäftigt. „Es handelt sich um eine hervorragende Dokumentation, für die man noch viel mehr Bilder hätte auswählen können. Es ist interessant, auch Fotos aus den Anfängen des Festivals zu sehen. Das hat historischen Charakter“, meint Braun.

Stollenwerks Festival-Archiv wird wohl noch etwas weiter wachsen, denn wenn in diesem Jahr das 20. Monschau Festival auf der Burg über die Bühne geht, wird er sicher auch wieder mit der Kamera dabei sein.