Der Verein TuS St. Michael Monschau feiert seinen 60. Geburtstag

Kleinster Sportverein in der Stadt : TuS St. Michael Monschau feiert seinen 60. Geburtstag

Der wohl kleinste Sportverein im Stadtgebiet, TuS St. Michael Monschau, wird 60 Jahre alt. Die meisten der 65 Mitglieder sind älter. 1959, bei der Vereinsgründung, war das anders.

Hans Taudtmann (genannt „Bulli“), Sportlehrer am St. Michael-Gymnasium, begeisterter Turner und Faustballspieler, wollte mit dem neuen Verein den Jungen des Alumnats (Internats) die Teilnahme an Turnfesten ermöglichen. Erster Vorsitzender dieses Schulsportvereins wurde der Alumnatsleiter Stoberg.

Zusätzlich turnte Bulli freitags mit Lehrern des Gymnasiums und ehemaligen Schülern. Sogar von seiner Grundregel „der Fuß ist Gift für den Ball“ wich er ab und erlaubte Hallenfußball. Bald wurde der Freitagabendsport, mit ausgiebigen und manchmal feucht-fröhlichen Nachbesprechungen, auch für Nicht-Lehrer und Schüler attraktiv.

Ab 1961 gab es auch ein Gymnastikangebot für Frauen. Sie trafen sich montags. Seit 40 Jahren wird diese Frauengruppe von Irmtrud Zivkovic betreut. Nachfolger von Stoberg im Vorsitz wurden Edgar Ewald („Poldi“), der in diesem Jahr verstorbene Walter Düsseldorf und Hans Dieter Koll. Seit 2013 führen Stefan Pauls und Kurt Arens den Verein, Kassierer ist Franz-Josef Unteregge.

Eine Verbindung zur Schule gibt es heute nicht mehr. Allerdings werden seit der Vereinsgründung beibehalten: die Übungsstätte, die Turnhalle des Gymnasiums, und die Übungszeiten: freitags 19 bis 20 Uhr für die Männer, montags 19.30 bis 21 Uhr für die Frauen.

Anstelle von Geräteturnen und Faustball bietet der Verein heute altersgemäßes Kräftigungs- und Beweglichkeitstraining an, für 30 Euro Jahresbeitrag. Neueinsteiger, auch Untrainierte, der Altersgruppe 50plus sind in beiden Gruppen herzlich willkommen.

Außer zur körperlichen Ertüchtigung treffen sich die Turnbrüder und Turnschwestern zu geselligen Veranstaltungen, zu Radtouren, Wanderungen und zum Weckmannessen. Auch zum 60-jährigen Jubiläum wurde gewandert und danach in Widdau im Gasthaus Küpper eingekehrt. Bei einem Gläschen Sekt erinnerte man sich an Bulli und Poldi, und es wurde angestoßen auf eine neue, strahlende Zukunft mit durch den TuS St. Michael fitten Senioren.

(ale)