CDU-Ortsparteitag: In der Altstadt bewegt sich einiges

Immobiliengesellschaft informierte beim CDU-Ortsparteitag : In der Altstadt bewegt sich einiges

„Der Standort Monschau ist herausragend“, das vernahmen die Mitglieder des CDU-Ortsverbands Monschau-Altstadt auf ihrer Mitgliederversammlung am Donnerstag im Restaurant „Flora“.

Von der Immobilien- und Standortgemeinschaft (ISG) waren vier Vorstandsmitglieder zu Gast, die aus ihrer Sicht Ideen und Anregungen vorbrachten und das Gespräch und den Gedankenaustausch suchten.

Rolf Kaulard, Vorstandsvorsitzender in der ISG, hat 92 Firmen in der Altstadt gezählt. Er wehrte sich gegen das Vorurteil, in Monschau gebe es hauptsächlich ausländische Investoren, und zählte auf: „Von den vielen Ferienwohnungen sind zwei in englischer Hand und fünf in niederländischer oder belgischer, die anderen gehören deutschen Investoren.“

Zu dem Vorzeigeprojekt „Rahmenberg“, das von Monschauern und Touristen gleichermaßen genossen und gelobt wird, erläuterte Bernd Maaßen, der zweite Vorsitzende der ISG: “Der Rahmenberg ist ein Bodendenkmal. Wir wollten die Terrassen wieder sichtbar machen, es sollte nicht alles zuwachsen.“ Was dort in den letzten zwei Jahren an Arbeit geleistet wurde und wie es gelang, eine Gruppe zum Anpacken zu motivieren, dazu hielt er einen kurzen Rückblick. Nicht nur die Ziegen, die nun das Gestrüpp niedrig halten, sind eine Attraktion, auch die frei geschnittenen Wege und fantastischen Ausblicke auf die Altstadt.

Die Vorstandsmitglieder der ISG betonten, sie würden gerne Koordinationsgespräche mit den Politikern führen. Es gab einen regen Austausch; für eine Stadtbeleuchtung will man sich stark machen und für ordentliche Motorradparkplätze.

Weniger glücklich ist man bei der CDU über so genannte Investitionen, die offensichtlich nicht recht vorangehen. Beispiel: die ehemalige Schule im Rosenthal. Hier sehe man keine Fortschritte, und die Fassade sei in bedenklichem Zustand, wurde geäußert. Es scheitere offensichtlich an der Finanzierung, war die Meinung der Parteifreunde.

Wie stets war es Monschaus Ortsvorsteher, Georg Kaulen, der sich über viele Dinge bestens informiert zeigte und die Vorgänge beleuchtete. Die Feuerwehr sei wegen der Bautätigkeit in der Stadt vorübergehend auf dem Hargard im Bereich des Bauhofs untergebracht; sie bekomme in den nächsten Tagen ein neues Löschfahrzeug, und in zwei Jahren sei eine neue Drehleiter fällig. Die würde allerdings nicht in das Domizil in der Stadt passen, da müsse man sich Gedanken machen.

Auch in der Laufenstraße tut sich was: Die Leitung von Michel & Friends (ehemals Carat-Hotel) habe das alte Postgebäude gekauft und zeige Interesse an dem Telekom-Komplex, denn er plane eine Erweiterung des Hotels um 200 Betten. „Wir freuen uns, dass es eine positive Entwicklung gibt, seit Jahren streben wir an, die Laufenstraße attraktiver zu vermarkten.“

Auch für das Neubaugebiet Auf der Haag, das in Richtung des Gymnasiums fortgesetzt werden soll, haben sich fünf Interessenten gefunden. „Im Zuge des neuen Baukindergelds glauben wir, dass es für junge Familien einen zusätzlichen Anreiz geben könnte, hier oben zu bauen“, meinte Hilmar Weber.

Micha Kreitz, der die Ratsfraktion der CDU leitet, richtete Dankesworte an Georg Kaulen, der mit großem Zeitaufwand sehr viel für die Stadt leiste. Er lenkte den Blick auf die Europawahl am 26. Mai: „Gerade in einer Stadt wie Monschau müsste das Interesse an Europa und der Wahl groß sein. Wir leben jeden Tag von Europa.“ Als ein Beispiel nannte er den Vennbahnradweg, der drei Länder ohne Grenzen verbinde.

Hilmar Weber bedankte sich zum Schluss für den Besuch der ISG-Vorstandsmitglieder und den konstruktiven Gedankenaustausch und betonte, man wolle gemeinsam gute Projekte auf den Weg bringen.

(ale)