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Caritas-Werkstätten in der Eifel wachsen stetig

Weitere Flächen angemietet : Caritas-Werkstätten in der Eifel wachsen stetig

Die Caritas Betriebs- und Werkstätten GmbH (CBW) wächst. Jetzt mussten in der Eifel wegen der starken Nachfrage nach Berufsbildungsplätzen weitere Flächen angemietet werden. Für die Menschen mit Handicap bedeutet das: In den ersten 27 Monate, die sie bei der CBW verbringen, werden sie 200 Meter von der Werkstatt entfernt im Himo, dem Handwerker-Innovations-Zentrum, betreut und geschult.

Dort gibt es auf 7000 Quadratmetern Büro-, Produktions- und Lagerflächen mit einer individuellen Raumaufteilung. Junge, innovative Unternehmen finden Am Handwerkerzentrum Räume, wie auch der Berufsbildungsbereich der CBW. „Als wir eingezogen sind, haben wir mit unseren Teilnehmern erst mal die drei Räume, die wir nutzen, aufbereitet. Immerhin sind das 140 Quadratmeter“, berichtet Schreinermeister Leonhard Hammes, der als Bildungsbegleiter mit den Menschen mit Handicap arbeitet: Es wurden Stellwände aufgestellt, Fenster eingesetzt, ein Fußboden verlegt, die Wände gestrichen und Möbel gebaut. „Das war die komplette Inneneinrichtung“, freut sich Leonhard Hammes, der täglich Teilnehmer qualifiziert.

„Weil wir das Qualifizierungszentrum, in dem die Beschäftigten die ersten zwei Jahre verbringen, ausgelagert haben, konnten wir unser Angebot erweitern. Jetzt können wir auch für Menschen mit psychischer Einschränkung passgenaue Qualifizierungen in Imgenbroich anbieten“, sagt Michael Doersch, CBW-Geschäftsführer.

Wozu dient der Berufsbildungsbereich? Im drei Monate dauernden sogenannten Eingangsverfahren sind die Teilnehmer im Himo, wo Tests durchgeführt werden. „Da legen wir den Fokus auf das gegenseitige Kennenlernen, die Berufsplanung, wir schauen, welche Fähigkeiten und Stärken die Mitarbeiter haben und ob die Werkstatt überhaupt der geeignete Förderort für die Teilnehmer ist“, beschreibt Sozialarbeiterin Dana Bouamoud den Ablauf.

Schon nach diesen drei Monaten kann ein Teilnehmer in einen Betrieb auf den ersten Arbeitsmarkt wechseln, wenn er sich das wünscht. „Dann suchen unsere Mitarbeiter nach passenden Betrieben, die bereit sind, mit der CBW zu kooperieren und einen Menschen mit Handicap beruflich zu bilden und ihm eine Arbeit zu geben“, sagt die Sozialarbeiterin, die an bestimmten Tagen auch diese Teilnehmer wieder im Himo sieht, weil dann Unterricht ansteht. Dann wird nach einem von der Bundesagentur für Arbeit anerkannten Berufsbildungskonzept theoretisch und praktisch ausgebildet. Zwei Jahre lang bis der Berufsbildungsbereich, vergleichbar mit einer Lehre, abgeschlossen ist.

„Wir haben viele Kooperationspartner und eine breite Palette von Bildungs-Angeboten“, freut sich Michael Doersch, dass in Imgenbroich im Berufsbildungsbereich vor allem Holz- und Metall-Fertigkeiten vermittelt werden. Bei anderen Interessen von Beschäftigten kann die CBW diese Qualifikationen ausweiten. „Wir ermöglichen vieles“, erklärt Doersch.

„Unser Ziel ist es, die Beschäftigten der Werkstatt auf den ersten Arbeitsmarkt vorzubereiten“, sagt Sozialarbeiterin Dana Bouamoud. Deshalb werden nicht nur arbeitsbezogene Fähigkeiten gefördert, vor allem die Entwicklung der Persönlichkeit wird unterstützt. „Die Planung, was sich unsere Beschäftigten für die kommenden Monate vornehmen, sind wichtige Stationen bei uns in der Werkstatt, in der wir für die Industrie arbeiten“, erläutert Geschäftsführer Doersch.

Bevor es aber so weit ist, wird der Berufsbildungsbereich mit all seinen Qualifikationen durchlaufen. Da geht es täglich um die Vermittlung von Handlungskompetenzen, von fachspezifischen Kompetenzen, von sozialen und von ganz persönlichen.