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„Monschau rupft“: Aktion gegen das Drüsige Springkraut

„Monschau rupft“ : Aktion gegen das Drüsige Springkraut

Die Biologische Station, die Stadt Monschau und die Städteregion Aachen benötigen Hilfe am Samstag, 8. August, bei der Entfernung des Drüsigen Springkrauts auf Monschauer Stadtgebiet.

Seit Jahren kämpfen die Biologische Station der Städteregion Aachen (BSAC) und die Städteregion als Untere Naturschutzbehörde (UNB) gegen die rasante Ausbreitung von invasiven Pflanzen an. In der Nordeifel sind das vor allem der Riesen-Bärenklau, das Drüsige Springkraut und der Japanische Staudenknöterich. Dies sind Pflanzen, die aus anderen Ländern nach Deutschland gebracht wurden, sei es als Bienenweiden oder um unsere Gärten mit ihren hübschen Blüten aufzuwerten. Doch schnell nahmen diese wuchskräftigen Pflanzen Überhand.

Schädlich für Natur und Mensch

Gemeinsam mit dem übrigen Grünschnitt werden die invasiven Pflanzen aus den Gärten oft in der freien Natur entsorgt. Hier jedoch breiten sie sich über Samen, Spross- oder Wurzelreste rasant aus und verdrängen die heimischen Arten. In der Folge kann man heutzutage an vielen Stellen ganze Wälder oder Wiesen flächig bedeckt mit Riesen-Bärenklau, Springkraut oder Staudenknöterich vorfinden. Gleichzeitig bringen diese invasiven Pflanzen Schäden für Natur, Landschaft und Mensch mit sich.

So verursacht der Riesen-Bärenklau bei Berührung schmerzhafte Verbrennungen bei Mensch und Tier. Der Japanische Staudenknöterich dringt mit seinen Wurzeln in Mauern und Asphalt ein und sprengt diese auseinander, was zu hohen Sanierungskosten führt. Das Drüsige Springkraut verbreitet sich stark vor allem entlang von Gewässern. Durch die Ausbreitung dieser invasiven Arten werden Lebensräume, Arten oder Ökosysteme beeinträchtigen und schaden der biologischen Vielfalt.

Vermehrungsstellen

Im Raum Monschau vermehrt sich das Drüsige Springkraut zum Beispiel entlang des kleinen Laufenbachtales und der Eschbachstraße bis in die Rur und verbreitet sich von dort aus Rur abwärts bis auf Simmerather Gebiet. Auch im Belgenbachtal, Kluckbachtal, Holderbachtal und Tiefenbachtal begleitet das Drüsige Springkraut zunehmend die Bachläufe und verdrängt die heimische Flora.

Seit 2018 entfernt die Biologische Station im Rahmen des EU geförderten „Life“-Projektes „Patches & Corridors“ das Drüsige Springkraut aus dem Belgenbach-, Kluckbach-, Holderbach- und Tiefenbachtal. Die Stadt Monschau entfernt das Drüsige Springkraut aus den Zuflüssen, der Rur und auf weiteren städtischen Flächen wie beispielsweise der Eschbachstrasse. Es gibt jedoch eine Vielzahl von Flächen, auf denen aufgrund von Eigentumsverhältnissen weder die Stadt Monschau noch die Biologische Station das Springkraut bekämpfen kann- zum Beispiel auf den Flächen rund um den Menzerather Weiher.

Damit das Springkraut endgültig aus der Stadt Monschau verschwindet, müssen auch die Flächen um den Menzerather Weiher vom Springkraut befreit werden. Deshalb rufen die Biologische Station, die Stadt Monschau und die Städteregion Aachen als untere Naturschutzbehörde gemeinsam zur Veranstaltung „Monschau rupft“ auf.

Helfer sehr willkommen

Alle die Zeit und Lust haben, sind am Samstag, 8. August, ab 9 Uhr herzlich Willkommen, um bei der Entfernung des Drüsigen Springkrautes zu helfen.

Gemeinsam werden die Pflanzen gerupft – eine leichte Arbeit bei der jeder, ob Jung oder Alt, dabei sein kann. Treffpunkt ist der Menzerather Weiher an der Alten Monschauer Straße, Parkmöglichkeiten sind zum Beispiel in der Eschbachstraße oder im Erlenweg. Für Verpflegung ist gesorgt. Man sollte an festes Schuhwerk und wettergerechte Kleidung (Sonnen/Regenschutz) denken.

Eine Anmeldung ist unbedingt über die Internetseite der Biologischen Station: www.bs-aachen.de unter der Rubrik Veranstaltungen erforderlich. Auch bei dieser Veranstaltung gelten die gängigen Corona-Regeln: Abstand halten (mindestens 1,5 Meter) und Mund-Nasen-Bedeckung bei der Verpflegungsausgabe tragen.