Monschau/Simmerath: Monschau will Geld für Simmerather Hauptschule umwidmen

Monschau/Simmerath: Monschau will Geld für Simmerather Hauptschule umwidmen

Rund 7,5 Millionen Euro sind der Gemeinde Simmerath für die energetische Sanierung ihres Gebäudekomplexes Hauptschule zugesagt worden. Mit der Sanierung der Sporthalle steht der erste Bauabschnitt vor dem Abschluss.

Bevor nun weitere bauliche Maßnahmen am Schulgebäude selbst in Angriff genommen werden sollte, tritt die Nachbarkommune Monschau mit dem Vorschlag auf den Plan, dass geprüft werden solle, „ob für die eventuelle Erweiterung der Elwin-Christoffel-Realschule im Rahmen der Einrichtung einer Gemeinschaftsschule bereits bewilligte, aber noch nicht beauftragte Fördermittel für die Hauptschule Simmerath, umgewidmet werden könnten, soweit die Gemeinde Simmerath dem zustimmt”. So formuliert es Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter in einem Schreiben an Regierungspräsidentin Gisela Walsken.

Aus Sicht der Stadt Monschau hat die Elternbefragung zur Einrichtung einer Gemeinschaftsschule für die Kommunen Monschau, Roetgen und Simmerath eine eindeutige Situation ergeben. Die Eltern hatten bei Standortfrage zu zwei Drittel einen alleinigen Schulstandort Monschau favorisiert.

Aus der Sicht von Margareta Ritter „besteht jetzt Klarheit”, da sowohl die drei Schulkonferenzen wie auch die Eltern sich eindeutig entschieden hätten. Außerdem sei das positive Votum der Eltern für die Einrichtung einer Gemeinschaftsschule „ein Riesenschritt.”

Die Frage nach der möglichen Umwidmung der Mittel von Simmerath nach Monschau bezeichnet die Monschauer Bürgermeisterin auf Anfrage der Lokalredaktion als eine logische Folgerung. „Man muss sich fragen, ob das Geld in Simmerath noch richtig angelegt wäre, bevor dies der Bund der Steuerzahler tut.” Unter anderem soll an die Hauptschule Simmerath, deren „beginnende Auflösung” der Rat beschlossen hat, eine Mensa angebaut werden.

Bei einer Unterbringung der Gemeinschaftsschule in der Elwin Christoffel-Realschule Monschau ist laut Margareta Ritter ein „minimaler Ausbau” erforderlich, der eine Million Euro nicht überschreite. In den ersten beiden Jahren bedürfte es überhaupt keiner baulichen Anpassung, erst bei Beginn der Vierzügigkeit sei zusätzlicher Raumbedarf gegeben.