Imgenbroich: Monika Eisbein lernte 3000 Kinder kennen

Imgenbroich: Monika Eisbein lernte 3000 Kinder kennen

Seit nunmehr 40 Jahren besteht der Kindergarten Imgenbroich. Grund genug für die Einrichtung, dieses Jubiläum mit einem großen Fest am Gelände an der Schulstraße zu feiern.

Gleichzeitig hieß es aber auch, Abschied zu nehmen von Monika Eisbein, die 35 Jahre als Leiterin des Imgenbroicher Kindergartens fungierte und nunmehr ihren wohlverdienten Ruhestand antritt.

Die Festmesse aus Anlaß des Jubiläums in der Imgenbroicher Pfarrkirche wurde von Pfarrer Karl-Heinz Stoffels zelebriert. Das Personal des Kindergartens hatte die Messe mit den Kindern vorbereitet. „Wir nehmen heute Abschied von Monika Eisbein, die in 35 Jahren eine treue Wegbegleiterin der Imgenbroicher Kinder gewesen ist”, betonte Stoffels. Monika Eisbein wiederum dankte Pfarrer Stoffels, dass der Kindergarten „als staatliche Einrichtung immer die Kirche in Anspruch nehmen durfte”.

Monika Eisbein konnte bei ihrer Verabschiedung mit Städteregionsrat Helmut Etschenberg, Gregor Jansen, dem Dezernenten für Bildung, Jugend und Ordnungswesen, sowie Adolf Mainz, dem Leiter des Amtes für Kinder, Jugend und Familienberatung, eine „starke Fraktion der StädteRegion” begrüßen. Daneben waren auch noch Hermann Mertens von der Stadtverwaltung Monschau (mit ihm verbindet Monika Eisbein eine gemeinsame Zeit beim Sozialamt) und Imgenbroichs Ortsvorsteher Bernd Neuß zum Kindergartengelände gekommen.

Monika Eisbein dankte der Imgenbroicher Bevölkerung, „mit der ich immer in enger Verbindung stand”. „Ich danke euch, dass ihr das Wertvollste, was ihr habt, mir immer wieder zur Verfügung stellen konntet”, betonte sie. „Für mich ist Imgenbroich nicht nur eine Arbeitsstätte, sondern auch eine Heimat geworden”. Sie dankte den Kindergartenkindern, die „die Messe aufgrund der pädagogischen Vorgaben sehr gut gemeistert hätten” und „allen, die bei der Vorbereitung und Durchführung des Jubiläumsfestes ihren Beitrag geleistet hätten”.

Unterbringungsmöglichkeiten

Zunächst stand das Imgenbroicher Pfarrheim bereit, um die Kinder betreuen zu können. Danach mußte aufgrund steigender Aufnahmen sogar mit einer Gruppe in die Schule ausgewichen werden. 1960 stand das Gebäude, in dem auch heute noch die Kinder betreut werden, erstmals als Einrichtung zur Verfügung. Seit dem 1. April 1976 fungierte Monika Eisbein als Leiterin des Imgenbroicher Kindergartens. Seit diesem Zeitpunkt bis zum heutigen Tag haben über 3000 Kinder Monika Eisbein kennengelernt. Neben Monika Eisbein gehören noch die stellvertretende Leiterin Simone Harth, die Erzieherinnen Michaela Dreijer, Anja Wollgarten und Ioanna Issigoni sowie die beiden Kinderpflegerinnen Sandra Ruf und Simone Stollenwerk dem Personal des Kindergartens an. Städteregionsrat Helmut Etschenberg bezeichnete Monika Eisbein als „eine Frau mit Ecken und Kanten”, die sich auch um Kinder gekümmert hätte, „die eine besondere Betreuung erfahren mußten”.

„Sie hat sich aufopferungsvoll für die Kinder eingesetzt und ihre Aufgabe authentisch wahrgenommen. Ihr Bestreben war es immer wieder, eine gewisse Balance herzustellen”, betonte er. „Monika Eisbein war beliebt und geschätzt bei allen. Ihr Engagement war auch in der Schule, in der Kirche und beim Ortskartell gefragt. Sie führte den Großeltern-Nachmittag ein, der zu einer ständigen Einrichtung wurde”, hob Imgenbroichs Ortsvorsteher Bernd Neuß das Engagement von Monika Eisbein besonders hervor. „Du bist, auch wenn du jetzt deinen Ruhestand antreten wirst, ein gern willkommener Gast in Imgenbroich”.

Nach der Verabschiedung von Monika Eisbein wurde das Jubiläumsfest, das von den ortsansässigen Vereinen Imgenbroichs unterstützt wurde, noch mit vielen Aktionen am Kindergartengelände gefeiert. Hierzu zählten unter anderem Unterhaltung durch die beiden musizierenden Vereine Imgenbroichs, Vorführungen des Tanzclubs „Dash” und der Tanzgruppe „All Stars” sowie das Einüben von mittelalterlichen Tänzen.

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