Meisterschüler der Hochschule für Musik Köln geben Konzert

Nicht alltägliche Trompetenklänge : Erlesene „Treppenmusik“ erfreut die Besucher im Himo

Nicht alltägliche Trompetenmusik erklang bei einem Konzert der besonderen Art am Samstag im Himo in Imgenbroich. Meisterschülerinnen und -schüler des Trompeten-Ensembles der Hochschule für Musik Köln, Standort Aachen, unter der Leitung von Professorin Anna Freeman waren zu Gast bei der Volkshochschule Südkreis Aachen..

Ein erlesener Kreis von Zuhörern war gekommen, um sich von Trompete bis Alphorn an schönen Darbietungen zu erfreuen.

Entsprechend war das Repertoire, das Trompetenmusik aus mehreren Jahrhunderten bis zum heutigen Tage zum Inhalt hatte. Marlies Breuer (VHS) zeigte sich überrascht, dass rund 40 Musikinteressierte den Weg ins Himo gefunden hatten, darunter Roetgens Bürgermeister Jorma Klauss mit seiner Partnerin.

„Treppenmusik“ war angesagt, konzertiert wurde auf verschiedenen Ebenen. Der Grund dafür: So werden Musikstücke in variierender Akustik auf modernen C- und B-Trompeten, Naturtrompeten in unkonventioneller Weise vorgestellt. Sogar ein Alphorn, eher in den Bergen daheim, und auch ein Didgeridoo aus Australien, der Heimat von Professor Anna Freeman, der Pädagogin des modernen und historischen Trompetenspiels, kam zum Einsatz. Seit 1999 ist sie als hauptamtliche Professorin für Trompete und Kammermusik an der Hochschule für Musik und Tanz Köln, Standort Aachen, tätig. Auf der Barocktrompete ist Freeman eine der besten Interpretinnen unserer Zeit. Sie bedankte sich für die Einladung zu diesem Konzert, bei dem alte Musik frisch aufbereitet und meisterlich interpretiert zu Gehör gebracht wurde. Keine leichte Kost, aber mit Genuss zu verdauen.

Das Ensemble, das sich in Imgenbroich auch auf Treppen für die „Treppenmusik“ postiert hatte, trug die Handschrift von Freeman, die zu jedem Beitrag Erläuterungen gab und sich selbst einiger Instrumente bediente. Auch auf dem Alphorn bewies sie ihre Kunst.

Schon der Auftakt mit „Henjal“ (Krakau um 1400) wurde erhaben und hervorragend intoniert. Die gesamte Halle war von Trompetenklang erfüllt. Das Ensemble setzte an diesem Morgen ein musikalisches Ausrufezeichen.

Beachtliche Leistungen und Steigerungen gab es im weiteren Verlauf, so mit „Tocatta“ von Claudio Monteverdi und mit „Prima Sonata“, einem Solo für Naturtrompete. Auch der „Morgensegen“ für zwei Trompetenchöre (Naturtrompeten) traf den Geschmack der Besucher. Anna Freeman ließ bei ihrer Improvisation mit dem Alphorn Grüße aus den Bergen erklingen.

Alte Meister wie Gustav Mahler („Posthornsolo aus der Sinfonie Nr. 3), seine „Fanfaren“ aus der Sinfonie Nr. 2 als auch das „Solo aus Pini di Roma“ von Ottorino Rhespgi reihten sich nahtlos in das Repertoire schöner Trompetenmusik ein. Die Professorin gab eine Einführung und improvisierte mit dem „Didgeridoo-Ensemble.“ Den Anschluss besorgte Händels Ouvertüre „Musik for the Royal Fireworks“, womit eine köstlich gelungene Matinee zu Ende ging, für die es von den Besuchern reichlich verdienten Beifall für hervorragende Leistungen des gesamten Ensembles und der Solisten gab.

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