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Rott: Meisterlicher Ausklang des Jubiläums

Rott : Meisterlicher Ausklang des Jubiläums

Das war ein klasse Geschenk: Der Meisterchor „Liederkranz” aus Würselen gestaltete zu Ehren von Rott ein festliches Konzert. Hütten war ein musikalischer Hochgenuss, ein Geschenk der Sparkasse zum Jubiläum 500 Jahre Rott.

Die Sopranistin Tanja Ball aus Aachen war ebenfalls gekommen, um zu gratulieren. Das „Konzert zur Weihnachtszeit” im Saal

Die Eintrittskarten zu diesem Konzert der Extra-Klasse hatte sie spendiert: Rund 250 Karten hat die Sparkasse an die Rotter Bürger verschenkt, so viel also, wie der Saal Hütten Plätze hat.

Besondere Grüße richtete Herbert Mertens, Direktor der Gebietsdirektion Monschau, an den Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Aachen, Dr. Jochen Bräutigam, und an Bürgermeister Manfred Eis, der der Sparkasse für das außergewöhnliche Geschenk zum Jubiläum des Dorfes Rott dankte. Mit diesem Festkonzert wurde dann auch der Festreigen zum 500-jährigen Bestehen feierlich beendet.

„Liederkranz” großartig

Der Männerchor „Liederkranz” aus Würselen gehört wohl unstrittig zu den besten Chören der Region Aachen.

Auch beim Festkonzert in Rott präsentierte der Meisterchor sich unter der Leitung von Chordirektor Ando Gouders aus Kerkrade meisterlich. Mit seinem ungewöhnlichen Klangvolumen, mit seiner Disziplin zwischen dem zarten Pianissimo und dem kraftvollen Fortissimo setzt der „Liederkranz” hohe Maßstäbe, was den Chorgesang anbelangt, besonders im Männerchor-Gesang.

Mit einem Gebet in russischer Sprache „Otsche Naschj” (Vater unser) eröffnete der Chor das Festkonzert. Bemerkenswert: Die rund 60 Herren des Chores sangen alle Lieder auswendig, also ohne Notenblatt in der Hand. Zum Repertoire des Chores an diesem Abend gehörten Spirituals wie „Swing Low” , Choräle wie „Veni Jesu” und Klassiker wie „Es ist ein Ros´ entsprungen.”

Zum musikalischen Hochgenuss wurden vor allem zwei Vorträge des Chores, bei denen im Saal kaum ein Atemzug zu hören war vor lauter andächtiger Stille: beim „Ave Glöckchen” (Wenn ich ein Glöcklein wär) und noch mehr beim „Frieden” von Gotthilf Fischer. Hier entfaltete der Chor sein ganzes Volumen und sein großes Können. Die Zuhörer dankten für diesen Hörgenuss, der tief in die Seele eindrang, mit herzlichem Beifall.

Herzlichen wie verdienten Beifall erntete auch die Aachener Sopranistin Tanja Ball, die am Klavier von Elzbieta Sukniewicz begleitet wurde. Einige Titel aus ihrem Programm: Amazing Grace, Caro mio ben, Paisir d´amor, Panis Angelicus von Cesar Franck und das Ave Maria von Bach-Gounod.

Ehrliche Einstimmung

Im zweiten Teil des Konzertes waren dann festliche Lieder zu hören, die fernab vom Rummel der lauten und geschäftigen Weihnachtsmärkte ehrlich auf das Fest von Christi Geburt einstimmten: Träume unterm Christbaum und Bethlehem. Mit dem weihnachtlichsten aller Weihnachtslieder klang das Konzert aus, am Ende waren Chor, die Solistin Tanja Ball und die Gäste im Saal vereint: Stille Nacht.

Rott hat zum Abschluss der 500-Jahrfeier ein großartiges Konzert erlebt, das nebenbei vielleicht einen besonderen Effekt auslösen kann: Der Saal Hütten als neuer kultureller Mittelpunkt für das Dorfleben in Rott mit gut 2000 Einwohnern.