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Simmerath: Marktsamstag dauert bis in die Nacht

Simmerath : Marktsamstag dauert bis in die Nacht

Traditionell eine Woche nach Pfingsten steht der Ortskern Simmerath wieder ganz im Zeichen des Frühjahrsmarktes.

Die wichtigste Nachricht für die weitläufige Außenveranstaltung, die schätzungsweise 20.000 Menschen nach Simmerath locken wird: Ab Freitag soll das frühsommerliche Wetter wieder beständiger werden und diesen Namen auch verdienen.

„Alte Werte”

Die Woche im Vorfeld des Marktes steht aus der Sicht der Gemeinde Simmerath wieder ganz im Zeichen der Vorbereitung des Volksfestes. Auf den Schultern von Marktmeister Manfred Prinz (38) lastet die Hauptlast der Organisation. Der Verwaltungsangestellte beim Ordnungsamt steht seit 20 Jahren in den Diensten der Verwaltung, Marktmeister in alleiniger Verantwortung ist er aber erst seit 2003.

Die Verträge mit den Marktbeschickern sind bereits seit Januar/Februar unter Dach und Fach, die Verträge gelten jeweils für den Frühjahrs- und Herbstmarkt. Obwohl sich das Marktgeschehen seit Jahren auf dem gleichen Standort abspielt, müssen die erforderlichen Straßensperrungen korrekterweise jedes Jahr beim Straßenverkehrsamt beantragt werden, der Simmerather Bauhof muss eine Vielzahl von Umleitungs- und Halteverbotsschildern errichten.

Händler oft seit Jahrzehnten dabei

„Alte Werte und paar neue Händler” , so umschreibt Manfred Prinz das bewährte Konzept des Simmerather Marktes am Sonntag und Montag . Bewährt sind in der Tat die meisten fliegenden Händler, die oft seit Jahrzehnten den gleichen Standplatz belegen.

Für frischen Glanz und Aufmerksamkeit sorgen dagegen immer wieder die Marktvertreter mit ihren Messeneuheiten, die lautstark und optisch geübt angeboten werden. Obwohl der Charakter des Krammarktes nach wie vor dominiert, haben auch neue Händler ihre Chance, „wobei ein weiterer Stand mit Socken nicht unbedingt die besten Karten hat”, ist auch für Manfred Prinz die Vielfalt des Angebotes von zentraler Bedeutung. „Artikel und Standgröße müsssen zum Markt passen”, lautete eine weitere Voraussetzung.

Für den Frühjahrsmarkt 2004 sind exakt 340 Verträge abgeschlossen worden, darunter befinden sich auch 10 Fahrgeschäfte sowie 30 Imbiss- und Schankbetriebe.

200 Absagen an Interessenten

Traditionell hoch ist auch die Zahl der Absagen. 200 Wünschen nach einem Standplatz im Ortszentrum Simmeraths musste Manfred Prinz eine Absage erteilen. Allein schon an dieser Zahl dokumentiert sich der Stellenwert des Marktes bei den Händlern, die sich wohl zu Recht gute Umsätze in Simmerath versprechen.

Der Simmerather Markt soll auch ein Familienfest sein. Daher soll auch diesmal der so genannte „Markt-Rundgang” über die untere Fuggerstraße bis zum Musikpavillon forciert werden, wo sich bekanntlich die bei der Jugend beliebten Fahrgeschäfte befinden.

Musik an anderer Stelle

Die Musik spielt beim Frühjahrsmarkt allerdings an anderer Stelle. Ein Live-Konzert mit der Coverband „Rain City Rollers” soll dafür sorgen, dass der Marktsamstag diesmal bis tief in die Nacht hinein andauert. Ab 20 Uhr spielen die „Rollers” open Air. Auf der Grünanlage gegenüber dem Bistro „Bierbaum” an der Hauptstraße wird eigens dafür eine Bühne errichtet. Hier wird bereits ab dem späten Nachmittag ein Unterhaltungsprogramm geboten, was auch zur Belebung des Ortes beitragen soll.

Am Sonntag in aller Frühe werden dann Dutzende von hartnäckigen Händlern versuchen, noch spontan einen Standplatz zu erhalten, entweder um Ersatzmann für ausgebliebene Vertragsinhaber zu spielen, oder um sich mit einem Ministand noch einzureihen.