Roetgen: Marienkapelle: Glocke läutet jetzt wieder ohne Gefahr

Roetgen: Marienkapelle: Glocke läutet jetzt wieder ohne Gefahr

Nachdem die Mitglieder des Fördervereins für die Roetgener Marienkapelle in den letzten Wochen zusammen mit Spendern und Unterstützern an dem sprichwörtlichen „einen Strang“ gezogen haben, können sie dies nun auch buchstäblich tun: Nach der Sanierung des maroden Glockentürmchens kann die kleine Glocke nun wieder ohne Gefahr geläutet werden.

Nach einer Andacht mit Kräuterweihe zum Fest Mariä Himmelfahrt wurde der Abschluss umfangreicher Arbeiten an der und um die Marienkapelle mit einem „Türmchenfest“ gefeiert.

Nach der Inspektion durch eine Fachfirma und Rücksprache mit der unteren Denkmalschutzbehörde wurden im Juli die Balken des Glockentürmchens mit Hilfe eines Metallbandes und acht ca. 30 Zentimeter langen Schrauben wieder stabilisiert und anschließend frisch gestrichen. Für diese Arbeiten war ein Hubwagen erforderlich.

Bei einem „Aktionstag“ rund um die Kapelle wurde dann Anfang August der Kies an der Außenmauer der Kapelle von Moos und Gras befreit, das Efeu an der Umfassungsmauer der kleinen Anlage beseitigt, der Plattenweg vom Eingangstor zur Kapelle gesäubert, Bänke umgesetzt bzw. erneuert, kleinere Baumstümpfe gerodet — für die großen müssen Profis hinzugezogen werden — und neue Rosen gesetzt.

Weitere Arbeiten stehen an

Später wurde auch noch die Tür der Kapelle renoviert, so dass sich das Roetgener Wahrzeichen nun wieder von seiner besten Seite zeigt.

„Wir haben schon die nächsten Arbeiten im Blick“, verwies aber Fördervereins-Vorsitzender Herbert Hennes auf die defekte Drainage rund um die Kapellengebäude. Hier besteht zur Verhinderung von Schäden demnächst Handlungsbedarf. Deshalb ist über die Beiträge der ca. 70 Mitglieder hinaus jeder Spenden-Euro sehr willkommen.

Eine große Hilfe bei den jetzt durchgeführten Arbeiten sei unter anderem die Zuwendung aus dem Erlös des ökumenischen Pfarrfestes 2014 gewesen, ging ein Dank noch einmal an die evangelische Kirchengemeinde.

Ein Besuch der Kapelle lohnt zurzeit auch für kunstgeschichtlich Interessierte. Vor zwei Monaten wurde eine Wechselausstellung zu verschiedenen Marienfiguren gestartet.

Nach der Mondsichelmadonna aus Erfurt steht jetzt die Heimbacher Madonna im Blickpunkt. Es wird ein wunderschönes großes Foto mit kompetenten Erläuterungen präsentiert. Weitere Infos: www.förderverein-marienkapelle-roetgen.de

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