Maria und Walter Peters feiern das Fest der Diamanthochzeit

Ehejubiläum : Maria und Walter Peters feiern das Fest der Diamanthochzeit

Wie in früheren Zeiten üblich, traten Ehepaare zuerst vor den Standesbeamten, später ließen sie sich den kirchlichen Segen geben. Nicht anders war es bei Dr. Walter Peters und seiner Frau Maria geborene Conrads: Am 26. Juni 1959 ging es zum Standesamt, am 4. Juli des gleichen Jahres wurde der Bund fürs Leben im Heimatort seiner Maria, in Stolberg-Büsbach, besiegelt. Das war vor 60 Jahren.

ie Goldhochzeit feierte das Paar 2009, Pfarrer Karl Schnitzler segnete das Goldpaar. Am Mittwoch, 26. Juni, steht die Diamanthochzeit im Hause Auf der Höhe 19 an.

Walter Peters wurde am 26. November 1926 im belgischen Robertville geboren. Im Gespräch mit unserer Zeitung kann er sich das Lachen nicht verkneifen: „Ich war nie in Robertville, ich erblickte im Monschauer Bahnhof das Licht der Welt.“ Darin wohnten seine Eltern, der Vater war Eisenbahner (mehr als 30 Jahre am Bahnhof Monschau beschäftigt), die Mutter zeitlebens Gastwirtin. Kurios an der „Geburtsgeschichte“, der Monschauer Bahnhofskomplex stand auf belgischem Hoheitsgebiet, gehört bis heute kommunalpolitisch zur belgischen Gemeinde Robertville. Maria Peters wurde am 13. Juni 1929 in Stolberg geboren.

Beide lieben und schätzen den Eifeler Raum, ihr Kalterherberg. Die „Diamant-Jubilare“ schlugen beide beruflich die Lehrerlaufbahn ein. Maria Peters lehrte in den Jahren 1952 bis 1991 an Bochumer und Zweifaller Bildungseinrichtungen wie der katholischen Schule Kalterherberg und ging als Leiterin dieser Schule in Pension. „Es war eine schöne Zeit, ich würde diesen Beruf wieder wählen“, sagt sie. Sie ist längst schon eine „echte Kalterherbergerin“ geworden. Mit 58 Jahren legte Maria Peters die Prüfung zur Schulleiterin ab. Ihr Mann ergänzt: „Als Lehrer-Ehepaar haben wir beide unsere Arbeit gerne verrichtet und uns dem Wohl der uns anvertrauten Kinder verpflichtet gefühlt.“

Dr. Walter Peters war Gründer der Sonderschule in Eicherscheid und dort als Leiter bis 1991 tätig. Zuvor hatte er nach seinem Studium Lehrertätigkeiten an einer einklassigen Schule in Obspringen bei Waldfeucht, anschließend in der Volksschule Mützenich inne. In der Schule in Zweifall lernte Dr. Peters die Lehrerin Fräulein Maria Conrads kennen. Er folgte dem Ruf der Heimat, das Ehepaar Peters ließ sich gemeinsam an die Volksschule nach Kalterherberg versetzen.

1968 wurde Walter Peters zum „Gründervater“ der Sonderschule Simmerath. Seine erfolgreiche Arbeit für diese Einrichtung führte zu einer positiven Entwicklung dieser Schulform in der Nordeifel. Bald schon mussten größere Räumlichkeiten gefunden werden, so dass 1978 unter Leitung von Walter Peters ein Umzug nach Eicherscheid erfolgte. Hier war er bis 1991 tätig.

Aus der Ehe gingen drei Kinder (Birgitta, Maria, Martin) hervor, Maria und Walter Peters haben zwei Enkelkinder (Ann-Kristin und Lukas). Walter Peters ist ein bekennender Familienmensch. Aktivitäten mit der Familie, Gartenarbeit und die Briefmarkensammlung bilden wichtige Elemente im Leben des Unruheständlers. Mit 89 Jahren nahm er noch am Französischunterricht für Fortgeschrittene der Volkshochschule teil. Er pflegt freundschaftliche Beziehungen zur französischen Partnerstadt Bourg St. Andéol in der Provence. Peters erwarb sich große Verdienste um Staat und Gesellschaft, er übte zahlreiche ehrenamtliche Funktionen aus.

Der damalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker verlieh ihm 1988 das Bundesverdienstkreuz am Bande. Im Monschauer Stadtrat wurde er im Zeitraum 1986 bis 1991 für die CDU zum Fraktionsvorsitzenden und zum Ortsvorsteher gewählt, er stand von 1998 bis 2013 an der Spitze des Monschauer Stadtverbandes der Senioren-Union. 48 Jahre lang mimte er in seinem Heimatort den heiligen Sankt Martin. Es würde zu weit führen, alle Stationen und Tätigkeiten aufzuführen, bei denen Dr. Walter Peters mitgewirkt hat, so auch bei den Ortsvereinen.

Vor drei Jahren, zu seinem 90. Geburtstag, erschien eine Broschüre, die das Leben des Dr. Walter Peters schillernd widerspiegelt: „Lernen, leisten, leben! - Geschichte und Gegenwart“.

Das Fest der Diamant-Hochzeit begehen Maria und Walter Peters im Kreis der Familie. Am Samstag, 6. Juli, findet im Dom zu Kalterherberg ein Dankgottesdienst statt, danach geht es zum Hotel Hirsch zu einer kleinen Feier.

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