Große Persönlichkeiten des TV Roetgen: Margit Marquardt und Helmut Helzle sind Ehrenmitglieder

Große Persönlichkeiten des TV Roetgen : Margit Marquardt und Helmut Helzle sind Ehrenmitglieder

Bei der Mitgliederversammlung des TV Roetgen wurde im Laufe des Abend der Schleier gelüftet, nachdem Laurin Melms eine „besondere Ehrung“ angekündigt hatte. Spannung pur. Die Blicke gingen ins weite Rund, Raunen an den Tischen: „Wer mag das denn wohl sein?“

Die Auflösung folgte auf dem Fuße. Margit Marquardt und Helmut Helzle, zwei große, starke Persönlichkeiten ernteten Beifall und stehende Ovationen. „Ladys first!“ Die Laudatio auf Margit Marquardt kommt einer Lobeshymne gleich. Mit zehn Jahren trat sie in den TV Roetgen bei den Turnern ein. Mit 16 Jahren übernahm sie erstmals Verantwortung als Übungsleiterin bei den Turnkindern.

Nicht genug, 1979 kam zu ihrer Tätigkeit das Amt der Mädchenturnwartin hinzu, und sie wurde stellvertretende Vorsitzende im Jugendausschuss. Ein Jahr später war sie dann als Kinderturnwartin für die gesamte Jugend verantwortlich. 1981 wählte man sie zur Vorsitzenden des Jugendausschusses. Dann aber entdeckte sie ihr Herz für den Handballsport, 1983 begann sie in der ersten Mannschaft ihre Karriere, die mit mehreren Meistertiteln und 1994 mit dem Aufstieg in die Oberliga ihre Krönung fand.

Sie wurde aber auch in der Jugend aktiv, trainiert viele Jahre den weiblichen Nachwuchs, es gab einige schöne Erfolge. Später übernahm Marquardt das Amt der Mädchenwartin im Handball-Verband Mittelrhein. Aber in all den Jahren blieb sie dem Turnen treu. Sie leitete Übungsstunden im Kinderturnen sowie Mutter-und-Kind-Turnen, baute neue Fitness-Kurse auf (Gutes nicht nur für den Rücken, Gesundheit 60+), die neue S-Klasse, die sie bis heute leitet.

Das alles aber schaffte sie nur, weil sie an ihrer eigenen Ausbildung arbeitete. Ihrem Engagement ist es zu verdanken, dass der Verein bei den Krankenkassen beim Thema „Pluspunkt Gesundheit“ anerkannt wird. Dann wurde es spannend, die Kurve ging weiter nach oben: 2002 wurde sie TV-Vorsitzende, führte den Verein bis 2014. In Ihrer Vorsitzenden-Zeit war sie die treibende Kraft für den weiteren Ausbau der Turnhalle in beiden Bauabschnitten. Trotz all dieser Ämter und Tätigkeiten ist immer Zeit für Ihre Familie geblieben, war zu hören. „Chapeau, liebe Margit“.

Aber eines war sie in der ganzen Zeit nie: Kassenprüferin. Die zweite Laudatio war Helmut Helzle, einem „Mann für alle Fälle“, gewidmet. Als ein Spätberufener tritt er mit 37 Jahren 1984 dem TV Roetgen bei. Sein Steckenpferd galt dem Volleyball. Seit 1992 bis heute leitet Helzle die Hobbygruppe der Volleyballer, war in der Zweitvertretung einige Jahre aktiv mit dabei.

Sein Einsatz galt der Jugend, er plante Events, trainierte als Co-Trainer die männliche Jugend. Dann machte er den Trainerschein, erwarb die Schiedsrichter-Lizenz. Als Kassierer und als Vorstand der Volleyball-Abteilung fungierte er ebenfalls. Der damalige Vorstand hatte zudem rasch die berufliche Qualifikation eines Helmut Helzle erkannt, man berief ihn 1990 in den Bauausschuss. Und: Helmut ist federführend für den Bau der Turnhalle gewesen: Pläne, Anträge, vieles mehr.

Alle drei Bauabschnitte trugen seine Handschrift. Hinzu kam noch die Planung und Umsetzung des Parkplatzes sowie die Erweiterung der Geschäftsstelle. 2003 wurde Helzle Geschäftsführer, er übte bis 2014 dieses Amt aus. „Dieser Mann“, so klang an, ist auch Vorsitzender des Gemeindesportverbandes. Wenn der TV ihn braucht, nach ihm ruft, dann steht er bereit, so auch als „Hausmeister.“

Beim Aufbau, bei Veranstaltungen, bei allen Problemen, sein Rat und seine Taten sind gefragt. So kann man ohne Übertreibung sagen: „In der TV-Halle steckt ganz viel Helmut drin!“ Ohne diesen Mann hätte der TV keine Halle, war nicht zu überhören. „Chapeau“ auch für Helmut Helzle.