Lucia-Fest ist jetzt Tradition in Monschau

Feier in der Stadtkirche Monschau : Lucia-Fest ist jetzt Tradition

Bereits zum dritten Mal feierte Pfarrer Jens-Peter Bentzin nun das Luciafest in der evangelischen Stadtkirche. Eigentlich wird dieses Lichterfest in den skandinavischen Ländern traditionell am 13. Dezember begangen.

„Es ist ein vorweihnachtliches Fest. In einer Zeit, in der es dunkel wird, wird im Licht gefeiert.“

Die heilige Lucia, so besagt es die Legende, verteilte einst Lebensmittel an Gefängnisinsassen. Der Lichterkranz, den sie auf dem Kopf trug, ermöglichte, dass sie ihre Gaben in der Dunkelheit verteilen konnte.

Eine solchen Lichterkranz trug am vergangenen Mittwoch auch Julia Scherf, die die Rolle der Lucia gerne übernommen hatte. „Ich bin sehr spontan für Jule Deutz eingesprungen, die leider krank geworden ist. Ich finde das Luciafest gut, weil es mal etwas anderes ist“, sagte sie.

Um 19 Uhr begann die einstündige Feier mit dem Einzug der Lucia. Begleitet wurde sie von Sängern des Chores „Maranatha“ unter der Leitung von Ralf Dederichs. Neben skandinavischen Liedern hatte der Chor auch bekannte Advents- und Weihnachtsmelodien, wie „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“ und „„Stille Nacht“ vorbereitet, die das Publikum zum Mitsingen einluden.

Pfarrer Bentzin freute sich, das „Maranatha“, die zur katholischen „Gemeinschaft der Gemeinden Monschau“ gehören, erneut das Lichterfest der Heiligen Lucia unterstützten: „Das ist eine tolle ökumenische Veranstaltung heute.“

Julia Scherf, als Lucia, verlas zwischen den Gesangseinlagen die Weihnachtsgeschichte „Die Heilige Nacht“ der schwedischen Autorin Selma Lagerlöf. Den Bethlehemsegen, den Pfarrer Bentzin sprach und der Auszug der Lucia beendeten das vorweihnachtliche Lichterfest in der Altstadt. Für Pfarrer Bentzin steht bereits fest: „Wir feiern zum dritten Mal diesen besonderen Abend. Jetzt ist es eine Tradition.“

(kfr)