Loipen und Kutschfahrten: Eifel bietet viele Aktivitäten bei Schnee

Wintersport in der Nordeifel : Bei Schnee mit der Pferdekutsche die Landschaft genießen

Rund ein Jahr ist es her, dass der Skilift in Rohren seinen Betrieb eingestellt hat. Nun steht die Wintersport-Saison wieder vor der Tür. Und auch wenn eine Abfahrt nicht mehr möglich ist, hat die Nordeifel dennoch einiges an Aktivitäten im Schnee zu bieten.

„Natürlich ist es schade, dass der Skilift weg ist, aber er hatte für Monschau nicht so eine große Bedeutung wie man vielleicht vermuten mag“, sagt Barbara Frohnhoff von der Monschau-Touristik. Das Angebot sei zwar immer gerne angenommen worden, aber die Stadt sei auch so im Winter noch ein Anziehungspunkt für Sportler, Wanderer und Spaziergänger. „Wir sind auch so super aufgestellt. Vor allem am Wochenende ist die Eifel voll“, sagt sie.

Eine besonders gut angenommene Aktivität im Schnee seien die Fahrten mit den Pferdeschlitten, betont Frohnhoff. Beim Ferienhof Bauer in Mützenich, bei Horst Steffens in Höfen und Guido Kreutz in Kalterherberg können Besucher sich in einer Pferdekutsche durch die verschneite Landschaft ziehen lassen. „Wenn der Schnee fällt, können wir uns gar nicht mehr retten vor lauter Anfragen“, erzählt Margret Bauer vom Ferienhof. Sie rät ihren Kunden dazu, den Wetterbericht zu beobachten, und wenn in der Nordeifel Schnee angekündigt ist und Interesse an einer Fahrt besteht, sofort anzurufen und zu reservieren.

Darüber hinaus stehen Wintersportlern mehrere Loipen zur Verfügung. Roland Krökel aus Mützenich plant, auch in diesem Jahr wieder mit seinem Quad eine Loipe auf dem Vennbahnradweg von Mützenich bis Küchelscheid in Belgien oder bis zum Bahnhof in Konzen zu spuren – ehrenamtlich und „aus Liebe zum Langlaufski“, wie er sagt.

Der Skilift in Rohren ist gesperrt. Bauzäune versperren den Zugang zum Areal. Foto: Nadine Eikermann

Neun weitere Loipen gibt es darüber hinaus noch in Monschau: drei in Höfen, drei in Kalterherberg und drei in Rohren. Eine der kürzeren Routen ist die Wiesenloipe bei Rohren. Sie ist rund 3,2 Kilometer lang, führt über ebenes Wiesengelände und hat einen Höhenunterschied von etwa 20 Metern. Deutlich länger ist die Strecke „Krummer Ast“ in Kalterherberg. Läufer müssen sich hier auf rasante Abfahrten und anstrengende Steigungen über Felder und entlang der Hochwälder bei der belgischen Grenze auf rund acht Kilometern einstellen. „Die Loipen stehen alle parat. Sobald die Schneemenge und -qualität es zulässt, werden sie gespurt“, sagt Frohnhoff.

Wie viel Schnee liegen muss, ist unterschiedlich. „Das kommt auf die Beschaffenheit an“, erklärt Günter Scheidt. Der Ortsvorsteher aus Eicherscheid kümmert sich um die sieben Kilometer lange Loipe, die durch seinen Ort verläuft (Eingang am Kunstrasenplatz an der Bachstraße). Mindestens 25 bis 30 Zentimeter Schnee müssten liegen, wenn dieser relativ fest ist und im besten Fall über einer angefrorenen Schicht liegt. Pulverschnee eigne sich nicht zum Spuren.

Günter Scheidt kümmert sich ehrenamtlich um die Loipe in Eicherscheid. Auch in diesem Jahr will er sie spuren, sobald genug Schnee liegt. Foto: Peter Stollenwerk

Auch noch eine zweite Loipe hat Simmerath. Durch Lammersdorf führt eine 7,5 Kilometer lange Route über die Hochfläche und durch den Wald. Der Einstieg der Loipe ist am Wendehammer an der Stüttgesgasse oder am Wanderparkplatz Langschoss.

Wann genau die Loipen gespurt werden, kann jetzt noch niemand sagen. „In höheren Lagen könnten am Wochenende ein paar Schneeflocken fallen, die reichen aber noch nicht aus“, sagt Bode Friedrich von Eifelwetter. Er schätzt, es könnte gegen Ende Januar und im Februar mit größeren Schneemassen losgehen.

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