Monschau: Löschzug der Altstadt ist mit der Parkplatzsituation unzufrieden

Monschau: Löschzug der Altstadt ist mit der Parkplatzsituation unzufrieden

In ihrem Gerätehaus trafen sich die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr — Löschzug Altstadt Monschau — am Samstag zur Jahreshauptversammlung. Viele uniformierte Kameraden, aber auch etliche Mitglieder der Ehrenabteilung nahmen teil. Wie so manches Mal wurde es unter Tagesordnungspunkt „Sonstiges“ besonders interessant.

In seinem Jahresbericht erwähnte der Zugführer Sascha Kaulen unter den insgesamt 80 Einsätzen besonders die Löscharbeiten beim brennenden Dachstuhl auf der Brath und den Einsatz beim Hubschrauber, der mitten in der Altstadt gelandet war. „Mit 226 ehrenamtlich geleisteten Stunden war es ein durchschnittliches Jahr“, sagte Sascha Kaulen.

Dann hielt er einen Ausblick auf die Aktivitäten in diesem Jahr: Es werden gemeinsame Übungen mit anderen Wehren auf dem Programm stehen und ein spezielles Training in Aachen. Wenn am 31. Juli die 40-jährige Partnerschaft mit Bourg St. Andeol gefeiert wird, werden Feuerwehrkameraden auch einen Dienst übernehmen. Bei der Monschau-Klassik sind sie in Bereitschaft und natürlich beim Weihnachtsmarkt. Für den Wander- und Familientag des Löschzugs Altstadt, der am 20. August veranstaltet wird, bittet der Zugführer um Unterstützung bei der Planung.

Er verteilte Zeugnisse an junge Feuerwehrleute, die sich durch die erfolgreiche Teilnahme an Ausbildungsmodulen weitergebildet hatten. Er dankte dem Gerätewart Kai Bögelsack, der nun von Julius Sauren und Oliver Mertens unterstützt wird, für seine zuverlässige Arbeit. Außerdem hob Sascha Kaulen hervor, dass Andreas Kaulen und Tobias Schell die Verantwortung übernommen haben, die Atemschutzgeräte zu warten.

Beförderungen ausgesprochen

Zum stellvertretenden Löschzugführer wurde Tobias Schell gewählt; er übernahm das Amt kommissarisch, denn im Laufe des Jahres will er noch die nötige Qualifikation erwerben.

Falk Claßen, der Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Monschau, hatte die „Bestellungsurkunde“ für Sascha Kaulen mitgebracht, der damit ganz offiziell zum Zugführer ernannt wurde; er löst Andreas Banowski ab, dem man für seine Arbeit herzlich dankte.

Christian Huppertz wurde zum Unterbrandmeister befördert.

Eine besondere Ehrung wurde Ottgerd Scheffen zuteil: Er hat 70 Jahre der Freiwilligen Feuerwehr Monschau die Treue gehalten. Dafür erhielt er aus der Hand von Falk Claßen eine Ehrennadel des Verbands der Feuerwehren NRW; und unter dem Applaus der Kameraden überreichte ihm Sascha Kaulen einen speziell gravierten Ehrenteller und einen Präsentkorb mit Monschauer Köstlichkeiten. Strahlend bedankte sich der 87-jährige Jubilar: „Man ist froh, dass man noch gesund ist. Ich wünsche der Monschauer Feuerwehr alles Gute.“

Standort auf dem Hargard?

Unter „Sonstiges“ fragte der Zugführer nach Anregungen der Feuerwehrleute. Von Heiner Sauren kam der Vorschlag, die Internetseite zu überarbeiten und zu aktualisieren; dem stimmten alle zu. Die Parkplatzsituation in der Stadtstraße sei sehr unbefriedigend, meinten einige Anwesende. „Wenn wir zu einem Einsatz gerufen werden, können wir nicht bis zum Gerätehaus fahren, hier würden wir uns selbst behindern“, stellte ein Feuerwehrmann fest.

Georg Kaulen, der Ortsvorsteher von Monschau, sieht noch Möglichkeiten, um die Parksituation zu verbessern. Er regte aber noch eine neue Diskussion an: Wenn die Stadt das Grundstück auf dem Hargard erwerben würde, das die Entsorgungsfirma Schönmackers aufgeben will, dann sollte man darüber nachdenken, ob hier nicht der geeignete Platz für die Feuerwehrunterkunft wäre. Auch gab er zu bedenken, dass demnächst in der Stadt „eine Riesenbaustelle“ entstehen werde (im Zuge der Kanalarbeiten); das werde die Einsätze der Feuerwehr nicht gerade erleichtern.

Es gab sofort einige spontane Wortbeiträge, aber die Feuerwehrleute beschlossen, in Ruhe über das Thema nachzudenken und zu diskutieren.

(ale)