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Strauch: Löhrer tritt wieder für Strauch an

Strauch : Löhrer tritt wieder für Strauch an

Amtsmüde ist Bruno Löhrer nicht. Das Amt des Straucher Ortsvorstehers hätte der 57-Jährige aber „gerne in jüngere Hände gelegt”.

Dies erklärte er bei der Mitgliederversammlung am Dienstagabend in der Alten Schule.

Nun aber wird Bruno Löhrer auch künftig die Dreifachfunktion ausüben - so er denn bei der Kommunalwahl am 26. September wieder in die politischen Ämter gewählt wird.

Kein Bewerber

Dahinter aber klafft eine große Lücke. Trotz intensiver Aussprache konnte am Dienstag kein jüngerer Bewerber für den Straucher Reservelistenplatz gewonnen werden, zwei Mitglieder, die erst kürzlich in den OV eingetreten sind, fühlten sich „zu grün”, um in die Politik einzusteigen. Auch der Hinweis, dass der Straucher Platz wahrscheinlich ohnehin nicht „ziehen” werde, der Kandidat die Ratsmitgliedschaft also womöglich gar nicht antreten müsse, blieb ohne Erfolg.

So blieb dem Ortsverband nur die Notlösung, nämlich ein- und dieselbe Person als persönlichen Vertreter für Bruno Löhrer und für den Straucher Listenplatz zu nominieren. Dieser Name aber ist kein neuer: Helmut Dreier, der erst im vergangenen Jahr aus beruflichen Gründen aus dem Rat ausgeschieden war, erklärte sich bereit, wieder für Strauch in die Kommunalpolitik einzusteigen.

Sein Ratsmandat hatte der Berufssoldat an Ulla Harth abgegeben, weil ursprünglich seine Auslandsversetzung als Kriegsbeobachter der Bundeswehr nach Georgien und Mauretanien geplant war.

Aus politischen Gründen wurde jedoch während der Ausbildung das Vorhaben gestrichen, so dass Helmut Dreier noch für mindestens sechs Jahre in Aachen stationiert bleibt. „Deshalb möchte ich gerne wieder aktiv werden”, so Dreier, der dann als Reservelistenkandidat ebenso ein einstimmiges Votum erhielt wie zuvor als persönlicher Vertreter und wie Bruno Löhrer auch.

Einstimmig, ja gleichsam nur Formsache waren die weiteren Vorschlagswahlen: Hubert Breuer wurde von „seinem” Ortsverband natürlich ebenso als Bürgermeisterkandidat nominiert wie Hans-Josef Hilsenbeck für den Kreistag und Christoph Poschen aus Einruhr als dessen persönlicher Vertreter. Den weiteren Platz der CDU Simmerath auf der Reserveliste für den Kreistag willigte auch der OV Strauch Guido Nußbaum aus Lammersdorf zu.

Durchweg einstimmig gewählt wurden schließlich auch die Vertreter des Ortsverbandes für die Vertreterversammlungen, die dann am 12. Februar und 3. März die genauen Wahllisten für die Kommunalwahl festlegen.

Erleichtert zeigte sich Vorsitzender Bruno Löhrer, dass mit Alexander Frings ein neuer Geschäftsführer gefunden werden konnte. Theo Strauch, der dieses Amt über Jahrzehnte betraute, hatte schon bei der Vorstandswahl vor einem Jahr angekündigt, 2004 endgültig abzutreten.

Verdienste erworben

Theo Strauch wurde an diesem Abend ebenso wie Arthur Johnen besonders geehrt. „Ehrungen sind eigentlich Sache des Gemeindeverbandes. Aber was ihr Beiden für den Ortsverband und für Strauch getan habt, verdient schon besondere Anerkennung”, so Bruno Löhrer.

Arthur Johnen gehörte dem Vorstand des OV seit dessen Gründungsphase Anfang der 60er-Jahre 42 Jahre lang an. Er begann seinerzeit übrigens als Kassierer, „der Beitrag kostete damals 50 Pfennig”, erinnerte er sich. Später war er lange als Ratsvertreter und Ortsvorsteher für den Ort aktiv.

Auch Theo Strauch hat sich enorme Verdienste um die christlich-demokratische Politik im Ort erworben.

36 Jahre lang hatte er den arbeitsreichen Posten des Geschäftsführers inne, zwischendurch war er Beisitzer. Strauch war auch politisch auf Gemeinde- und Kreisebene aktiv.