Roetgen: Linke fährt Rad: „Attraktivität der Vennbahn erhöhen“

Roetgen: Linke fährt Rad: „Attraktivität der Vennbahn erhöhen“

Auch angesichts der aktuellen Diskussion im Roetgener Gemeinderat zur Vennbahn-Route fuhren Mitglieder der Fraktion Die Linke im Städteregionstag am Wochenende mit dem Fahrrad von Kalterherberg nach Aachen.

Neben dem Lob für die tolle Gestaltung der auch als Ravel 48 bekannten Strecke fiel den Fraktionsmitgliedern auch einiger Verbesserungsbedarf auf: „Der touristische Mehrwert ist unbestritten. Das Angebot kommt bei den Gästen in unserer Region sehr gut an. Die Kreuzungsbereiche mit den Hauptverkehrsstraßen könnten jedoch durch Lichtsignalanlagen besser und sicherer gelöst werden“, so Manfred Schallenberg, sachkundiger Bürger aus Monschau.

Zur Situation in Roetgen erläutert Dieter Seidel, Mitglied des städteregionalen Ausschusses für regionale Zusammenarbeit, Mobilität und Europa: „Grundsätzlich sollte der Radverkehr wie bisher Vorrang haben. Durch farbige Markierung der Strecken, eine eindeutige Beschilderung und Verbesserung der Sichtverhältnisse kann die Verkehrssicherheit erhöht werden.“

Absperrbügel auf den Radwegen lehnt Seidel ab: „Hier ist der Stellungnahme des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs vom Juli 2017 vollumfänglich zuzustimmen. Umlaufsperren behindern eher den Verkehr und stellen eine Gefahrenquelle dar wie vor einigen Jahren die Poller, die zu recht entfernt worden sind.“ Hier sei die rasche Abstimmung aller Akteure, auch der zuständigen belgischen Stelle, gefordert.

Im Bereich der Stadt Aachen ist der Radweg ebenfalls nicht mehr wegzudenken. Allerdings ist das Fahrvergnügen auf einigen Bereichen eingeschränkt. „Nördlich von Brand Richtung Rothe Erde wird der Radfahrer kräftig durchgeschüttelt. Die Fahrbahn weist nicht dieselbe Qualität auf wie die in der Eifel oder im belgischen Bereich“, weist Harald Siepmann, Mitglied des Städteregionstags und mobilitätspolitischer Sprecher der Aachener Stadtratsfraktion, auf Verbesserungspotenzial hin.