LED-Beleuchtung für die Straßen in der Gemeinde Roetgen

Neues LED-Licht für die Gemeinde : Roetgen setzt weiter auf Nachhaltigkeit

Die Straßen in der Gemeinde Roetgen erstrahlen in neuem Licht. Durch den Einsatz von energiesparenden LED-Leuchtmitteln bei der Straßenbeleuchtung spart die Gemeinde nicht nur Geld, sondern setzt auch auf Nachhaltigkeit.

Rund ein Jahr hat der gesamte Prozess gedauert. Jetzt sind die 786 Straßenlaternen in Roetgen, Rott und Mulartshütte mit energieeffizienten LED-Leuchten ausgestattet.

Die neuen Laternenköpfe sollen nicht nur für eine bessere Ausleuchtung der Straßen sorgen, sondern sind bei Bedarf sogar dimmbar. Was den Energieverbrauch betrifft: „Die Gemeinde spart in Zukunft jährlich 170.000 Kilowattstunden und damit 38.000 Euro“, sagt Michael Stangel, Regionenleiter des Energieversorgers Innogy.

Mit besagtem Energieversorger hatte die Gemeinde Roetgen 2018 neue Energieeffiziensmaßnahmen in der Straßenbeleuchtung vereinbart. Die Westnetz hat im vergangenen halben Jahr dann die bis dato noch installierten Hochdruckentladungslampen gegen die energiesparenden LED-Leuchten getauscht.

Durch die Einsparung werde die Gemeinde Roetgen im Bereich der Straßenbeleuchtung in Zukunft nur noch 100.000 bis 120.000 Kilowattstunden im Jahr verbrauchen. „62 Prozent Energie werden gespart“, sagt Walfried Heinen, der bei Innogy der Kommunalbetreuer der Gemeinde Roetgen ist. Auch die Haltbarkeit der neuen Leuchtmittel sei deutlich länger. So würden LEDs etwa 50.000 bis 100.000 Stunden halten – „also etwa 12 Jahre“.

Weiterer Pluspunkt: „Wir bekommen jetzt nur noch Strom aus erneuerbaren Energien, also aus Wind, Wasser und Sonne“, erläutert Roetgens Bürgermeister Jorma Klauss. Zwar koste das ein paar Euro mehr, „das war es uns aber wert“, zumal in Summe immer noch eine Menge Geld gespart werde.

„Uns war wichtig, dass wir ein angenehmes Licht haben, was nicht zu grell ist. Deswegen haben die neuen LEDs auch einen geringen Blauanteil“, sagt Klauss. Die bisherigen Rückmeldungen der Bürger seien positiv gewesen. Während die Straßenlaternen in der Dämmerung noch relativ hell starten würden, würden sie im weiteren Verlauf der Nacht gedimmt, so dass auf den Straßen eine angenehme Helligkeit herrsche.

Der neue Vertrag mit Innogy leistet laut Bürgermeister auch einen Beitrag zur Klimaschutzinitiative der Gemeinde Roetgen. „ Wir wollen so nachhaltig und umweltbewusst wie möglich agieren“, sagt Klauss.

Um den nächsten Schritt in Sachen Klimaschutz zu gehen, beschäftigt sich die Gemeinde derzeit schon mit der Beleuchtung in öffentlichen Gebäuden. „Auch hier gibt es Handlungsbedarf“, sagt Klauss. Und dann schaue man auch, wie man in Neubaugebieten von Anfang an energieeffizient arbeiten könne.

Der Vertrag mit dem Energieversorger läuft bis 2028. Sollte die Gemeinde danach wider Erwarten nicht mehr mit Innogy zusammen arbeiten, „bleiben uns die LED-Leuchten trotzdem erhalten“, sagt Klauss.

Die 38.000 Euro, die die Gemeinde mit der neuen Straßenbeleuchtung einspart, wird übrigens für die Haushaltskonsolidierung genutzt. Dadurch wird das erwartete Defizit in Höhe von 619.000 Euro, das die Gemeinde in ihrem Haushaltsentwurf für das Jahr 2019 Anfang des Jahres vorgelegt hatte, etwas abgemildert.