Simmerath: „Leac“ gewinnt Simmerather Music-Contest

Simmerath: „Leac“ gewinnt Simmerather Music-Contest

Zu Beginn meinte es Petrus noch gut mit den jungen Leuten, die in Scharen zum Kraremann-Karree gekommen waren. Der 3. Music-Contest Simmerath ging am Sonntag in die dritte Runde, eingebettet in das bunte Programm des 10. Kraremanntages.

Viele Fans hatten sich auf dieses Event gefreut, „auf supercoole Bands“, wie Liesa Engelbach vom Organisationsteam sagte. Ihr Partner Christoph Vormstein fügte hinzu: „Wir haben alles, was wir beeinflussen konnten, gut vorbereitet.“ Damit fasste er die umsichtigen Vorarbeiten zusammen, die die Beiden und Jens Alberts geleistet hatten.

„Auf das Wetter haben wir leider keinen Einfluss“, meinte Christoph Vormstein mit leicht besorgtem Blick zum Himmel. Von Antenne AC waren Marijke und Sebastian gekommen, die mit Schwung und lockerem Geplauder durchs Programm führten. Zunächst war die Bühne frei für „Imperial Tunfisch“, die Gewinner des vorigen Jahres. Sie sind gereift, ohne Zweifel. Sie begeisterten mit hartem Sound und knackigen Rhythmen; stark von Drums und Bass bestimmte Songs, in die sich fremdartig, aber gekonnt, das Saxophon mischt, ließen aufhorchen. Und dazu eine leidenschaftliche Gesangsstimme. „Mal sehen, ob die Musiker aus dem Wettbewerb auch so gut sind“, meinte eine Zuhörerin.

Das Goldene Mikrofon durfte man schon mal angucken, Lars Harmens brachte es mit. Der Koordinator im Simmerather Gewerbeverein hatte es auf einem kleinen Steinsockel befestigt. „Wir freuen uns sehr, dass ihr die Aufgaben, die der Music-Contest mit sich bringt, mit so viel Elan anpackt“, wandte er sich an das Organisationsteam. „Simmerath bietet nicht nur Geschäfte und Handwerk, auch eine Attraktion für junge und jung gebliebene Leute, wie heute wieder bewiesen wird.“ Da eine der qualifizierten Bands abgesagt hatte (ihr Sänger musste ins Krankenhaus) hatte man nun etwas mehr Zeit für die verbliebenen drei Teilnehmer. Kein Pausenfüller waren die Tanzgruppen aus der Tanzwerkstatt Simmerath und von Dash aus Imgenbroich. Was die Tänzer von fünf bis über 30 Jahren boten, waren umjubelte Auftritte voller Lebensfreude und Dynamik, irgendwie ansteckend. Rebecca Ungermann, Tanzwerkstatt, und Jens Wunderlich, Dash, forderten alle begeisterungsfähigen und tanzwilligen Menschen auf, doch zu ihnen zu kommen und demnächst mitzumachen.

Luru Gilmore machte den Anfang im Contest. Sie setzte sich einfach mit ihrer Gitarre hin, trug ihre Coverversionen mit eigenem Stil vor und zog alle Ohren und Augen auf sich. Man bewunderte ihre klare Stimme und ihr selbstbewusstes Auftreten. Sie bekam sogar Unterstützung aus dem Publikum, wo einige den „Chor“ machten.

RedNight mussten schon vor ziemlich vielen Regenschirmen spielen; doch gefiel ihr Programm aus melodiösem Rockn Roll und einer härteren Gangart des Rock, vor allen Dingen fiel die tolle Gesangsstimme auf. Dann war Leac an der Reihe; sie machten mit eigenen Stücken auf sich aufmerksam, Deutsch Rock-Pop könnte man ihre Richtung nennen. „Ihr habt es uns nicht leichtgemacht“, stellte schließlich Patrick Pahlke im Namen der Jury fest, „es war unheimlich schwer, einen Sieger auszumachen; Nuancen haben entschieden.“ Marcel Stoffels, ebenfalls Jurymitglied, ließ die Katze aus dem Sack: „Durchdacht, fit, reif“ nannte er die Performance von Leac, die als Siegerband gekürt wurden. Die Truppe aus Aachen darf sich nun auf ein Bandcoaching im Rurtonstudio in Dedenborn freuen.

Als der Jubel verebbt war, meldete sich noch einmal Jens Alberts zu Wort, der allen Unterstützern herzlich dankte, besonders der Pizza-Mannschaft von Coolart und den Helfern vom „Geloog“, die für Getränke gesorgt hatten. „Wir hoffen, ihr behaltet uns in guter Erinnerung, wir sehen uns nächstes Jahr beim vierten Music-Contest Simmerath.“

(ale)
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