Einruhr: Lauter Empfang für die Starter beim Rursee-Marathon

Einruhr: Lauter Empfang für die Starter beim Rursee-Marathon

Der Rursee-Marathon war wieder ein voller Erfolg. Mit dieser grandiosen Laufveranstaltung machten die Organisatoren Werbung für den Sport, für ihren schönen Heimatort und die gesamte Region.

Die Dimension des Rursee-Marathons mit all seinem organisatorischen Aufwand kann man sich am besten verdeutlichen, wenn man sich die Zahlen vor Augen hält: 1586 Sportler kamen nach verschiedenen Läufen ins Ziel, dazu noch mindestens 160 Biker. Die wollten alle irgendwo parken, wollten essen und trinken, mussten zur Toilette. Einruhr hat rund 600 Einwohner, da ist eigentlich klar, dass alle mit anpacken müssen!

Tatsächlich findet der veranstaltende Verein zum Glück von allen Seiten Unterstützung — aus Einruhr und Erkensruhr und von befreundeten Vereinen von außerhalb. Dass trotz des immensen Andrangs keine Hektik aufkam, ist der Erfahrung des Helferteams geschuldet. „Man spürt, dass wir alle entspannt sind“, stellte Karin Birkhoff, Vorstandsmitglied des Rursee-Marathon e.V., fest, „jeder weiß, was er zu tun hat; es gibt viel Arbeit, aber keinen Stress.“

Schon am Samstag zeichnete sich ab, dass an diesem Wochenende Einruhr das Ziel von Hunderten Sportlern sein würde. Bei 13 Grad Außentemperatur — in sonnigen Abschnitten noch mehr — lockte die herrliche Landschaft am Ober- und Rursee die Aktiven und Zuschauer in die Eifel.

Begeistert nahmen über 160 Biker das Angebot im Rahmenprogramm an, auf einem teils abenteuerlichen Trail in Richtung Vogelsang und Schleiden ihr Mountainbike und ihre Kondition zu testen. Nach 40 Kilometern kehrten sie dreckbespritzt und höchst zufrieden zurück.

75 Walker unterwegs

Insgesamt 75 Walker nahmen die 16,5-Kilometer-Strecke unter die Schuhe; sie konnten wahrscheinlich mehr als die eiligen Läufer die malerische Landschaft an den Seen genießen. Nach 2:02:26 Stunden kam Günter Franken von der LG Mützenich als Erster ins Ziel, schnellste Frau war Irmgard Harperscheidt, DJK Westwacht Aachen, in 2:04:54.

Für Kinder wurden zwei Läufe angeboten, die Jüngsten liefen 600 Meter. Über zwei Kilometer bewiesen junge Talente überraschendes Können, hier hörte man übrigens viele sehr fremd klingende Namen: Eine Gruppe aus China war am Start, derzeit besuchen die Kinder eine Schule in Düsseldorf, und die Familien machten einen Ausflug nach Einruhr. Es siegte Sanjeevan Nathapalan, DTV 1847, in der tollen Zeit von 07:58, bei den Mädchen war Antonia Gottschling die Siegerin in 08:03 Minuten.

Auf der 5-Kilometer-Strecke maßen 127 Sportler ihr Können; immer noch in Topform zeigte sich ein alter Bekannter: Siegfried Krischer aus Hasenfeld, der für den TSV Bayer 04 Leverkusen startet, gewann in 17:42 Minuten. Patrick Jakobs vom TV Konzen, 30 Jahre jünger als der Sieger, wurde Zweiter in 18:03, und Florian Stellinger wurde in 18:10 Dritter. Milena Vogel vom Team Duales System TuS Schleiden kam als erste Frau ins Ziel, ihre Zeit: 19:54. Zweite wurde Heike Herma, DJK Jung Siegfried Herzogenrath, in 21:14, und Sonja Vernikov wurde Dritte in 21:41.

Auch der Mann mit der Spendendose, Peter Borsdorff, lief die fünf Kilometer. Freudestrahlend kam er ins Ziel: „Mir haben sogar Spaziergänger was in den Spendenschuh geworfen“, berichtete er.

Am Sonntag war dann Einruhr voller Menschen und voller Autos. „Es wird so ungefähr von Kesternich bis Erkensruhr geparkt“, berichteten die Ankömmlinge. Man konnte die versierten Helfer nur bewundern, im Meldebüro, bei der Beköstigung im Zelt und auf der Strecke wurde ganze Arbeit geleistet. Für richtige Wettkampfatmosphäre sorgte auch der Moderator, Andreas Menz, der gut Bescheid weiß in der Läuferszene und die Zuschauer zum Anfeuern aufforderte.

So wurde den Siegern auf den letzten Metern ein lauter, herzlicher Empfang bereitet, aber auch später Eintreffende bekamen noch Applaus. Die „Bumpacks“ und „Samba Amigos“ machten mit ihren Trommeln richtig Stimmung am Oberseedamm, wo sich die Laufstrecken teilen. Und später im Zelt trommelten sie noch zur Siegerehrung, damit auch der Letzte aufmerksam wurde, dass es ordentlich was zu feiern gab.

Ausführliche Ergebnislisten findet man im Internet unter www.rursee-marathon.de.

(ale)
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