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Nordeifel: Landrat: Eifel braucht 2000 Bürger mehr

Nordeifel : Landrat: Eifel braucht 2000 Bürger mehr

Die Weltreiterspiele 2006 in Aachen bieten der Region Eifel eine riesige Chance: Mit attraktiven Angeboten und Programmen sollen die Besucher, die aus aller Welt nach Aachen kommen, auch in die Eifel gelockt werden.

Landrat Carl Meulenbergh appelliert an die Eifel, die „riesige Chance” zu nutzen und schon jetzt kulturelle und touristische Angebote zu entwickeln und in das Rahmenprogramm der Weltreiterspiele einzubringen.

Burg und Nationalparl

Landrat Meulenbergh denkt da an Events auf der Monschauer Burg und an den Nationalpark Eifel, der durch die Reiterspiele in der Aachener Soers weltweit bekannt gemacht werden kann, denn zu den Reiterspielen, die 14 Tage dauern, kommen eben Teilnehmer und Besucher aus aller Welt.

Die Initiative dazu muss, so der Landrat, von der Eifel ausgehen, die hier wieder eine gute Chance zur engen Zusammenarbeit erhalten.

„Ganz große Chance”

Der Nationalpark Eifel ist die „ganz große Chance” für die Eifel, daran lässt Landrat Carl Meulenbergh keinen Zweifel, wie er jetzt bei seinem Besuch in der neuen „Lokalredaktion Nordeifel” mehrfach bekräftigte. „Die Ökologie im Nationalpark entwickelt sich von alleine”, doch die touristische Entwicklung, die durch den Nationalpark ausgelöst wird, muss geplant und organisiert werden.

„Der Nationalpark bedeutet für die Anrainer-Kommunen einen deutlichen Mehrwert, und der muss erkannt und genutzt werden. Der Kreis Aachen wird die Eifel dabei unterstützen.”

Carl Meulenbergh verweist auf das vom Kreis initiierte Projekt „FamLand”, das Ziel: die Eifel für den Familien-Tourismus tauglich zu machen und die touristischen Angebote spürbar aufzuwerten.

Professioneller Tourismus

Alles zusammen, Nationalpark und ein professioneller Tourismus, werden „neue Touristenströme” nach Simmerath und Monschau auslösen. Der Nationalpark „muss sich festigen, dann kann über eine Erweiterung nach Belgien hin” nachgedacht und verhandelt werden.

Ein internationaler Nationalpark ist eine „Riesenchance”, verweist Landrat Meulenbergh auf die einmaligen wie einzigartigen Landschaften des Hohen Venns. Sein Ziel ist ohnehin das Zusammenwachsen in der Euregio im Dreiländereck. „Hier gibt es Europa nicht nur auf der Landkarte, hier können wir Europa begehen.”

Landrat Meulenbergh verweist auf den CDU-Landesparteitag, der demnächst im holländischen Kerkrade stattfinden wird, er verweist auf den Kreis-Wandertag im Juni in Konzen, die Routen führen ausschließlich durch das Venn, also nach Belgien hinein.

Landrat Meulenbergh will sich ohnehin um bessere Kontakte in die belgischen Ostkantone hinein bemühen. Im Europa im Dreiländereck wie in der StädteRegion Aachen sieht der Landrat die große Chance für die Zukunft

Was die touristische Eifel braucht: einen gemeinsamen Ansprechpartner, dann wird die Chance der Eifel noch weiter steigen, ist der Landrat sicher.

Intensive Zusammenarbeit

Dass die Eifelkomunen intensiver zusammenarbeiten als dies mitunter den Anschein hat, dies stellt Carl Meulenbergh besonders heraus: Gegenüber dem Landrat vertreten beispielsweise die Bürgermeister Hubert Breuer und Theo Steinröx die Eifel gemeinsam. „Dies ist sinnvoll.”

So haben die beiden Bürgermeister den Landrat gemeinsam per Antrag aufgefordert, der Kreis soll die geplanten Einrichtungen in Höfen, Einruhr und in Rurberg zum Nationalpark finanziell unterstützen. Insgesamt haben die Bürgermeister einen Kreiszuschuss von 80.000 Euro beantragt.

Der Nationalpark wird also eine neue Entwicklung in den Anrainer-Kommunen auslösen. Zu dieser Entwicklung gehören auch, so der Landrat, mehr Einwohner für die Eifelorte. 2000 Einwohner mehr bedeuten auch mehr Schlüsselzuweisungen aus der Landeskasse, erläutert Carl Meulenbergh, der versichert: Der Kreis Aachen wird die Bemühungen der Kommunen, neue Bebauungspläne „mit Augenmaß zu entwickeln”, unterstützen.

Da sieht der Landrat auch gute Chancen, mit der Bezirksregierung in Köln einen Konsens zu finden.