Nordeifel: Landet Lammersdorf den dritten Dreier?

Nordeifel : Landet Lammersdorf den dritten Dreier?

In der Kreisliga A ist von den vier Eifelvertretern nur Aufsteiger TuS Lammersdorf optimal gestartet. Der TV Konzen konnte die 0:1-Auftaktpleite beim TuS mit einem 1:0-Sieg in Würselen egalisieren, während die beiden Dürener A-Ligisten nach den knackigen Auftaktklatschen und dem 2:2 im hektischen Derby letzten Sonntag noch auf den ersten Dreier warten.

Konzens Trainer Stefan Carl atmete nach dem 1:0-Erfolg seiner Mannen beim VfR Würselen tief durch: „Das war schon wichtig, nachdem wir in Lammersdorf zum Auftakt die Punkte verschenkt haben“, meinte Carl, dessen Pokal-Pokerspielchen im Punktspiel aufging. Denn drei Tage vor dem 1:0-Erfolg durch Chris Stollenwerks Tor im Drischfeld hatte der Trainer im Zweitrundenspiel des Kreispokals die Jungs aus der zweiten Reihe im Kader der Ersten spielen lassen — und 1:3 verloren.

Am Sonntag steht nun die dritte Reise im dritten Meisterschaftsspiel auf dem Programm, und diese führt nach Kohlscheid zum SV, der genau wie die Konzener nach zwei Spielen mit völlig ausgeglichenem Punkt- und Torekonto dasteht. Stefan Carl zählt den Gegner aber schon zu den besseren Teams der Liga, das mit Daniel Deutz und Michael Meven große, kopfballstarke Stürmer in seinen Reihen hat: „Da werden wir gut verteidigen müssen — so wie in Würselen“, sagt Carl, der im Übrigen vom SVK Revanchegelüste nach dem 9:3 der Konzener Ende letzter Saison dort erwartet. „So wird das am Sonntag wohl kaum wieder laufen“, glaubt der Trainer, der am Sonntag „ohne Drei“, dafür aber erstmals mit Nico Felser, dem Toptorjäger der vergangenen A-Junioren-Saison, nach Kohlscheid reist.

Dass der Startsieg gegen die Konzener glücklich war, gibt auch Jürgen Theißen, Trainer des TuS Lammersdorf, unumwunden zu. „Dafür war der 4:3-Sieg beim vermeintlichen Mitfavoriten in Weisweiler umso verdienter“, gab Theißen zu protokoll, stapelt aber weiter tief: „Wir sind total happy, wissen aber auch, dass das bislang sechs Punkte gegen den Abstieg sind.“ Auch der Heimvorteil am Sonntag ist für „Jö“ kein Indiz, dass sein Team gegen den Mitaufsteiger Rhenania Würselen/Euchen in der Favoritenrolle ist: „Die haben letzten Sonntag Sankt Jöris mit 6:1 abgeschossen, und das war nicht gerade Laufkundschaft“, erwartet der Trainer ein Match auf Augenhöhe und fordert: „Wir müssen unsere Stärke einbringen, und das ist die Kompaktheit.“ Bei diesem Vorhaben muss er nur auf Rechtsverteidiger Kevin Clement verzichten, für den er aber „in einem breiten Kader gute Alternativen“ hat.

Kreisliga A Düren: Nicht wunschgemäß begann die Saison für die beiden Altkreisvertreter in der Dürener A-Liga. Nach den empfindlichen Auftaktniederlagen teilte man sich letzten Sonntag die Punkte, womit die Schmidter nasch dem späten Ausgleich durch Ingo Müllejans sicherlich etwas glücklicher waren als die Gäste.

Am Sonntag genießen beide Teams Heimrecht, wobei die Gegner nach nur zwei Spieltagen naturgemäß noch schwer einzuschätzen sind. An der Eichheckstraße gastiert mit dem SC Jülich 10/97 ein großer Name aus alten Zeiten, der zum Auftakt mit einem 5:0 in Hambach eine Duftmarke setzte. Wenn man nicht gleich unten festhängen möchte, sollte für den TuS am Sonntag Zählbares herausspringen.

Das gilt auch für die Spielgemeinschaft Vossenack/Hürtgen, die es mit dem FC Düren 77 zu tun bekommt. Beide Spiele scheinen völlig offen.

(hes)
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