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Trotz Corona: Kuren für pflegende Angehörige möglich

Trotz Corona : Kuren für pflegende Angehörige möglich

Kuren und Corona? Das passt auf den ersten Blick nicht zusammen. Doch Kuren sind trotz Corona möglich und bei den aktuellen Belastungen wichtiger denn je – darauf macht Monika Klinkhammer von der Kurberatungsstelle beim Caritasverband für die Region Eifel aufmerksam.

Eine Kur kann in dieser Zeit besonders Müttern und Vätern, aber auch pflegenden Angehörigen Entlastung bieten. Die Kur-Kliniken sind geöffnet und sorgen mit umfassenden Schutzmaßnahmen für die Sicherheit der Gäste. „Schon vor der Pandemie waren die psychischen und physischen Belastungen für viele pflegende Angehörige hoch“, weiß Monika Klinkhammer. „Eine Pflege dauert im Schnitt bis zu acht Jahre. Durch Covid-19 hat sich die Belastungssituation noch weiter verschärft. Pflegende Angehörige sind durch den Lockdown extrem belastet, weil unterstützende Angebote wie Tagespflege, Besuche von anderen Angehörigen, Selbsthilfegruppen und alltägliche Kontakte wegfallen.“

Seit einiger Zeit gibt es in NRW die Kur-Angebote speziell für pflegende Angehörige. Sie bieten eine Auszeit, „in der sich der Pflegende einmal wieder um sich selbst und seine Gesundheit kümmern kann“, so Klinkhammer weiter. Nach der 21-tägigen Kur kehrt er wieder gestärkt in den Alltag zurück. Die Kurberatungsstelle berät zum Kuranspruch, unterstützt bei der Kurantragstellung und bei der Auswahl geeigneter Kliniken. Sie unterstützt die Angehörigen dabei, eine passende Versorgung für den Pflegebedürftigen während der Zeit der Kur zu finden. Ähnlich wie bei der Mutter-Kind-Kur gibt es auch hier die Möglichkeit, dass der Pflegebedürftige mitreist.

Für die Sicherheit der Kur-Gäste sorgen die Kliniken mit umfassenden Coronavirus-Schutzmaßnahmen: AHA-Regeln, Masken, Testungen, Wohnen und Therapien in kleinen, festen Gruppen. Die Kliniken haben ihre Konzepte entsprechend angepasst und Kurgänge verkleinert, daher bestehe kein erhöhtes Infektionsrisiko. Eine Kur beantragen können alle, die durch die Pflege von Angehörigen belastet sind und deren Gesundheit gefährdet oder eingeschränkt ist. Kuren sind als Vorsorge- und Reha-Maßnahmen eine Regelleistung der gesetzlichen Krankenversicherung.

Wer Fragen hat, kann sich an Monika Klinkhammer unter der Rufnummer 02445/8507266 oder via E-Mail an mo.klinkhammer@caritas-eifel.de wenden.

(red)