Simmerath: Krimiautor Kurt Lehmkuhl liest in Simmerath

Simmerath : Krimiautor Kurt Lehmkuhl liest in Simmerath

Es ist aber auch zum Mäusemelken! Warum ist es Hauptkommissar Rudolf-Günther Böhnke nicht vergönnt, ungestört seinen Ruhestand in seiner Wahlheimat Huppenbroich zu genießen? Was ist das für ein merkwürdiger Aktenordner mit noch merkwürdigerem Inhalt, der ihm per Post zugestellt wird mit der Aufforderung „Sie müssen dem Mann helfen!“?

Gemeint ist der Arzt und Klinikbesitzer Gottfried Weiß, auch „Weißgott“ genannt. Und was hat Lieselotte Kleinereich, seine Liebste, mit diesem Mann zu tun? Fährten über Fährten, aber auf Anhieb findet sich keine heiße Spur. Das riecht nach Arbeit, der sich der alte Polizei-Hase Böhnke zunächst widerwillig, dann doch höchst engagiert stellt.

Heimspiel für den Autor

Eigentlich ist alles wie immer in den Kriminalromanen von Kurt Lehmkuhl. Der Autor war zum wiederholten Mal der Einladung des Fördervereins der Gemeindebücherei Simmerath gefolgt. Er hatte bei seiner Lesung sozusagen ein Heimspiel, so dass er zeitweise ins Plaudern kam und so manche Anekdote und eigene Erfahrungen aus seinem Journalistenleben kurzweilig mit in die Lesung aus seinem Buch „Weißgott“ einfließen ließ.

Der Journalist aus Erkelenz hat offensichtlich in seiner 30-jährigen Zeit als Redakteur beim Zeitungsverlag Aachen so viel gesehen und gehört, Mögliches und Unmögliches, sehr dass er aus einem riesigen Ideenfundus für seine Arbeit als Krimi-Autor schöpfen kann. Allein im Gmeiner Verlag hat er bisher neun Titel veröffentlicht.

Stets ermittelt sein Kriminalhauptkommissar a.D. Rudolf-Günther Böhnke, der sich seine regelmäßigen Auszeiten in seinem Ferienhaus in Huppenbroich eigentlich mehr als verdient hat. Aber ausgerechnet dann passiert ein Verbrechen, das seine Unterstützung bei der Aufklärung erfordert.

Nicht nur jedes Wort, sondern auch Kaffee und Gebäck ließ sich das Publikum auf der Zunge zergehen und war am Ende gespannt auf den Schluss des Krimis. Der wurde allerdings beim Literaturcafé vorenthalten. Blieb den Zuhörerinnen und Zuhörern also nur das Selberlesen, entweder im Ausleihexemplar der Bücherei oder im käuflich erworbenen, das vom Autor mit gewünschter Widmung signiert wurde.

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