Nordeifel: Kreisliga C4: Bald folgt ein Eifelderby nach dem anderen

Nordeifel: Kreisliga C4: Bald folgt ein Eifelderby nach dem anderen

Für die Vereine der Region ist sie die interessanteste Spielklasse, denn in der Kreisliga C4 tummeln sich durch den Abstieg von Germania Eicherscheid II mit dem TuS Lammersdorf, TV Konzen II, Hertha Strauch, SG Kesternich/Rurberg/Rollesbroich, Bergwacht Rohren, SV Rott II und dem TV Höfen ab der kommenden Spielzeit acht Mannschaften aus der Nordeifel.

Eifelderbys sind also fast jeden Spieltag angesagt. Inde Hahn II, Hertha Walheim III, Eintracht Kornelimünster II und Blau-Weiß Aachen Burtscheid waren in der vergangenen Saison schon in der Liga. Aufgewertet und interessanter wird die Kreisliga C4, weil mit der Zweitvertretung des Burtscheider TV, mit Grün-Weiß Lichtenbusch II, dem VfR Forst II und der Drittvertretung des SC Berger Preuß vier neue Vereine in die Liga integriert wurden. Die Zweite des VfR Forst stieg aus der Kreisliga D, Gruppe 3, auf. Aus der Gruppe C1 wechselten Burtscheider TV II und SC Lichtenbusch II in die Kreisliga C4. Den SC Berger Preuß gab es in der vergangenen Saison noch nicht. Er ist aus der Fusion der beiden Eschweiler Vereine SV Nothberg und Preußen Hastenrath entstanden.

Es drängen sich Mannschaften wie der TuS Lammersdorf, Hertha Strauch, die Zweite des TV Konzen, oder die Dritte des Mittelrheinligisten Hertha Walheim und die Zweite des Bezirksligisten Inde Hahn in die Favoritenrolle.

Bestes Nordeifelteam der Liga wurde in der vergangenen Spielzeit der TuS Lammersdorf, der in der Endabrechnung auf Tabellenplatz zwei hinter Meister VfL Vichttal III landete. Prunkstück des TuS sollte auch in dieser Saison die starke Offensive sein. „Dass unsere Torfabrik wieder funktioniert, davon bin ich überzeugt, aber wir müssen uns in der Defensive deutlich stabilisieren“, sagt Trainer Manni Wilden. Die beiden Neuzugänge, Jan Fischer und Dennis Kelleter, die beide vom TuS Mützenich wechselten, gelten als Verstärkungen für die Defensivabteilung. In der fehlt zukünftig Christoph Salemink, der sich aus beruflichen Gründen nach Freiburg verabschiedete. Dass die Lammersdorfer in dieser Saison Topfavorit sind, sieht Wilden nicht so: „Unser Ziel ist ein Platz im oberen Drittel der Tabelle.“

Ähnlich zurückhaltend fällt auch die Zieldefinition von Kevin Breuer, dem Trainer von Hertha Strauch aus. „Ich sehe den TuS Lammersdorf, TV Konzen II, Inde Hahn II und Hertha Walheim III ganz vorne. Wenn wir dann auf Platz vier landen ist das okay.“ Nur ungern erinnert er sich an den vorjährigen Saisonstart, als man vier Spieltage ohne Punkte blieb und sich am Tabellenende wiederfand. Direkte Abgänge gab es bei den Blau-Gelben nicht, nur einige ältere Akteure meldeten sich in den Stand-by-Modus um. Mit Mario Braun (FC Roetgen) und Matthias Harrisch (Germania Eicherscheid) verstärkten sich die Straucher mit zwei Spielern im Mittelfeld, die schon in der A-Liga spielten. Aus der A-Jugend der SG Nordeifel wechselte Christoph Küpper zur Hertha.

Wenn es um die Vergabe der vorderen Plätze geht, wird auch die Zweite des TV Konzen häufig genannt. Frank Thielen, der schon im Jugendbereich der Konzener tätig war, löste Samir Aitahmed ab, der aus beruflichen und familiären Gründen nicht mehr zur Verfügung stand. Raphael Stollenwerk, Lukas Kall und Fabian Schröder stoßen aus der eigenen Jugend zum Kader. Von Germania Eicherscheid II wechselte Marius Kröckel zum TV. Matthias Prickartz stieg wieder in den Kader der Ersten auf. „Es macht sehr viel Spaß mit den Jungs, die auch sehr lernwillig sind“, sagt der Konzener Coach.

Die große Unbekannte der Liga ist Absteiger Germania Eicherscheid II. Zuständig für die Zweite des Bezirksligisten ist seit dieser Saison Christoph Huppertz, der sich in der Vorbereitung die Trainingsarbeit mit Wolfgang Zimmer teilte. Wobei der neue Coach nicht gerade optimistisch in die Saison blickt, zu groß waren die personellen Verluste nach dem Abstieg.

Philipp Braun, Andreas Genthe und Holger Offermann wechselten zum TuS Mützenich. Simon Krings, Marius Kröckel und Sebastian Corda zum TV Konzen. Stefan Offermann und Armin Nachite legen eine Fußballpause ein, während Chris Reinartz und Peter Hilger nur noch eine Standby-Rolle einnehmen. „Unser Ziel kann nur der Klassenerhalt sein“, sagt Huppertz. Meisterschaftsfavoriten sind für den Germania Coach, der TuS Lammersdorf, Inde Hahn II, TV Konzen II und die Rohrener Bergwacht.

Von Aufstieg und Meisterschaft möchte der Rohrener Trainer, Christoph Brandenburg, noch nichts wissen, jedoch hat er vor seinem vierten Trainerjahr bei der Bergwacht Rohren die Ziele schon nach oben korrigiert. „Wir möchten schon unter die ersten fünf kommen“. Mit Henning Völl vom A-Ligisten TV Konzen, dem Nachwuchskicker, Oliver Steffen und dem aus Westfalen zugezogenen, Torben Müller, wurde der Kader verstärkt. Bei der SG Kesternich/Rurberg/Rollesbroich muss man den Verlust von Torjäger Chris Stollenwerk verschmerzen, der sich zum A-Ligisten, TV Konzen, abgemeldet hat. „Ihn zu ersetzen ist kaum möglich, denn er hat mehr als die Hälfte unserer Tore gemacht“, weiß SG Trainer, Lars Jacobs. Das Saisonziel siedelt Lars Jacobs irgendwo im oberen Mittelfeld der Tabelle an. Als Favoriten sieht er eine der vielen zweiten Mannschaften in der Liga und den TuS Lammersdorf.

Beim TV Höfen hat Horst Nickel, der zuletzt die SG Vossenack-Hürtgen trainierte, Udo Jansen auf der Trainerbank abgelöst. „In der Mannschaft steckt mehr Potenzial, als immer nur gegen den Abstieg zu spielen.“ Er möchte sieben A-Juniorenspieler in den Kader der Ersten integrieren und hofft, dass der TV Höfen in dieser Saison nichts mit dem Abstiegskampf zu tun hat.

Bei der Zweiten des SV Rott löste Detlev Tibulski Spielertrainer Christian Mommertz ab. Als Spieler steht Mommertz der Reserve des Landesligisten weiterhin zur Verfügung. Der neue Rotter Coach trainierte zuletzt die Dritte des SV Eilendorf. „Wir sind personell etwas besser aufgestellt und wollen in dieser Saison nichts mit dem Abstieg zu tun haben.“ Im Tor bei den Rottern steht Matthew Nahapedian, der Andreas Bügler ablöste. Von SC Lichtenbusch II zog es Norbert Crousen und Dennis Hense an den Tiergarten.

Ob in Höfen oder auch bei Rott II, in beiden Mannschaften macht man sich wenig Gedanken wer ganz oben mitspielen wird, für beide Vereine zählt nach unten zu gucken und bestenfalls drei Vereine hinter sich zu lassen.

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