Nordeifel: Kreisliga A: Die drei Nordeifel-Teams müssen dreifach punkten

Nordeifel: Kreisliga A: Die drei Nordeifel-Teams müssen dreifach punkten

In der Aachener Kreisliga A sorgten die spektakulären Ergebnisse auch am vergangenen Spieltag wieder für genügend Gesprächsstoff. Mitfavorit SG Stolberg holte sich im Derby beim Konkurrenten Columbia Donnerberg eine 2:7-Packung ab.

Der bis dato Tabellenzweite Rhenania Richterich kassierte eine 1:5-Heimschlappe gegen die Eintracht aus Verlautenheide, die gerade den Keller der Liga verlassen hat.

In die Kategorie „kleinere Überraschungen“ passt auch das torlose Heimremis des TV Konzen gegen Teutonia Weiden. Für die Weidener gab es nach sechs punktlosen Spielen wieder den ersten Zähler, während bei den Konzenern zum dritten Mal in Folge die Null stand, leider nur an der falschen Stelle.

„Vorne haben wir die Seuche, wir kreieren genug Chancen, machen sie aber nicht rein“, ärgert Trainer Frank Thielen sich über die unnötigen Nullnummern, durch die die Schwarz-Gelben ins Mittelfeld der Tabelle abrutschten. Wobei sie durch die Ausgeglichenheit der Liga den Blickkontakt nach oben noch nicht verloren haben.

Riesiger Respekt

Am aktuellen Spieltag stellt sich der Tabellenvierte Fortuna Weisweiler, der nur zwei Punkte mehr auf dem Konto hat, im Sportpark „Am Windrad“ vor. „Wir wissen, dass wir gegen eine starke Mannschaft spielen, aber wir wollen den Anschluss nach oben behalten, deshalb müssen wir gewinnen“, fordert Frank Thielen, trotz riesigem Respekt vor dem Gegner, den fünften Saisonsieg.

In der Dürener Kreisliga A meldeten die beiden Nordeifelteams unterschiedliche Ergebnisse. Nur strahlende Gesichter sah man bei der SG Vossenack/Hürtgennach dem 3:2-Erfolg bei Jugendsport Wenau II. Lange Gesichter gab es beim TuS Schmidt nach der 0:4-Niederlage beim SV Kelz. TuS-Trainer Georg Bauer erlebte in den 90 Minuten beim Aufsteiger die zwei Gesichter seiner Mannschaft: „Die erste Halbzeit war grausam, da haben bei uns die Einstellung und die Leidenschaft gefehlt.“ In der zweiten Halbzeit fanden die Schwarz-Gelben dann zwar besser ins Spiel, jedoch ließen sie die Torchancen liegen, die die Gastgeber nutzten.

Vor der kommenden Begegnung gegen Viktoria Birkesdorf hat der Schmidter Coach seine Jungs noch mal daran erinnert, dass sie auch in der A-Liga nichts geschenkt bekommen. Wahrscheinlich haben die Birkesdorfer zum falschen Zeitpunkt in die Saison gefunden. Durch drei deutliche Siege in Folge, gegen Ederen (6:1) Hambach (4:0) und Barmen (6:3), konnten sie den letzten Tabellenplatz verlassen und auch die Schmidter in der Tabelle hinter sich lassen. Auch wenn der TuS ersatzgeschwächt in die Begegnung geht, lautet die unmissverständliche Forderung von Georg Bauer: „Wenn man auf die Tabelle guckt, sieht man, dass wir gewinnen müssen.“

Absolut aufregend war am vergangenen Spieltag die Begegnung zwischen Jugendsport Wenau II und der SG Vossenack/Hürtgen. In der ersten Minute der Nachspielzeit kam Wenau durch ein Eigentor der SG zum 2:2. Zwei Minuten später erzielte Niklas Krumpen dann noch den verdienten 3:2-Siegtreffer für die Rureifeler. „Mehr Dramatik geht nicht“, sagte SG-Coach Nils Degenhardt, den die spannenden 90 Minuten genug Nerven gekostet hatten. Schon in Wenau musste der Coach aufgrund der personellen Sorgen für 20 Minuten in die kurzen Hosen, da die personelle Situation nicht besser, sondern eher schlechter wird.

Sechspunktespiel

„Am Sonntag fehlen uns acht Spieler“, sagt der Trainer, der wahrscheinlich wieder mit auf den Platz muss. Auch wenn die Saison noch jung ist, dürfte die aktuelle Begegnung gegen den Hambacher Spielverein, der zuletzt zwei Niederlagen in Kelz (1:4) und gegen Birkesdorf (0:4) kassierte, ein Sechspunktespiel für die SG werden. „Das wird mit Sicherheit wieder ein enges Spiel, aber es ist ein Heimspiel, das wir gewinnen wollen“, setzt Degenhardt auf die Heimstärke seines Teams und fordert drei weitere Punkte auf dem Weg in sicherere Gefilde.

(kk)