Stolberg/Aachen: Kreis-CDU zieht nach Aachen

Stolberg/Aachen : Kreis-CDU zieht nach Aachen

Seite an Seite sitzen die beiden Landtagsabgeordneten und CDU-Kreisparteichefs Axel Wirtz (Aachen-Land) und Armin Laschet (Aachen-Stadt) nicht nur im Plenum des Düsseldorfer Landtags, sondern demnächst auch in ihren Parteizentralen.

Schließlich rücken die Christdemokraten in der Städteregion zum Jahreswechsel auch räumlich einen weiteren Schritt zusammen: Die CDU Aachen-Land gibt ihre bislang angemietete Geschäftsstelle in Stolberg auf; neuer Arbeitsplatz für Geschäftsführer Carsten Mannheims und sein Team ist offiziell ab dem 1. Januar 2011 die Zentrale der Aachener CDU in der Martinstraße, wo seit Jahren Harro Mies die Geschäfte der kaiserstädtischen Christdemokraten führt.

Damit sei aber kein Zusammenschluss der beiden Kreisverbände verbunden, betont Wirtz: „Eine Fusion steht derzeit nicht zur Diskussion. Vielmehr arbeiten ab dem nächsten Jahr zwei Kreisverbände unter einem Dach.” Und dies, um vornehmlich organisatorische und finanzielle Synergieeffekte nutzen zu können, wie der Parteichef aus Stolberg ausführt.

„Viele wählen erst am Sonntag”

Ob Wirtz künftig auch mit dem neuen Vorsitzenden der NRW-CDU unter einem Dach arbeiten wird, entscheidet sich am Sonntag. Landesweit können die Parteimitglieder am 31. Oktober von 11 bis 17 Uhr darüber befinden, ob der Landespolitiker Laschet oder der Bundesminister Norbert Röttgen die Christdemokraten an Rhein und Ruhr führen soll.

Bis Donnerstagmittag hatten bereits 1834 CDUler im Altkreis die Chance genutzt und sich per Briefwahl an der Befragung beteiligt. „Wir haben im Kreisverband damit die 50-Prozent-Marke erreicht. Und ich weiß von vielen, dass sie erst am Sonntag ihre Stimme in einem unserer Wahllokale abgegeben möchten, die wir in allen neun Kommunen des Altkreises eingerichtet haben. Da kommt sicher noch der eine oder andere Prozentpunkt hinzu”, sagt Wirtz, der mit der Wahlbeteiligung „sehr zufrieden” ist.

So ist sein Anfang Oktober formuliertes Ziel bereits erreicht worden: „Wir haben die Beteiligungsquote vom Mai 1994 getoppt.” Bei der bislang ersten und letzten Mitgliederbefragung konkurrierten vor rund 16 Jahren mit Helmut Linssen und Norbert Lammert ebenfalls ein Düsseldorfer und ein Berliner Christdemokrat um die Spitzenkandidatur für die Landtagswahl in NRW im Jahr 1995.

Knapp 45 Prozent der Mitglieder stimmten damals ab, rund 60 Prozent votierten für Linssen. Und auch in der Gegenwart spürt Wirtz vor dem Hintergrund entsprechender Umfragen „eine Tendenz für den Landespolitiker”.

Eine Gewinnerin steht für den Kreisparteichef indes bereits vor dem Auszähltag fest: die CDU. „Die hohe Wahlbeteiligung zeigt, dass sich die Mitglieder für die Partei intressieren und dass die Basisbefragung angenommen wird”, sagt Wirtz. Dies sei ein klares Signal: „Die Menschen möchten, dass sich die Partei öffnet und auf die Leute zugeht.”