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Simmerath: Krankenhaus bleibt optimistisch

Simmerath : Krankenhaus bleibt optimistisch

Nur mit zwei Betten war das Malteser Krankenhaus St. Brigida in Simmerath betroffen: Die Planbetten wurden von 137 auf 135 verringert.

„Hier sind wir noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen, sagte Antonius Freiherr Geyr von Schweppenburg, Vorsitzender des Kuratoriums, in seiner Ansprache zum Neujahrsempfang für die Ärzte, Schwestern und alle Mitarbeiter des Krankenhauses (1977 hatte das Krankenhaus noch 224 Betten).

Gemessen werde das Krankenhaus an den Zahlen, die, entsprechend der Zielsetzung der Gesundheitsreform, im stationären Bereich rückläufig sind und im ambulanten Bereich zunehmen.

Freiherr Geyr von Schweppenburg nannte dazu die Zahlen für Simmerath: Die Zahl der Patienten hat im Jahr 2003 um 81 abgenommen, insgesamt wurden im Krankenhaus Simmerath 5439 Patienten behandelt. Die durchschnittliche Verweildauer ist ebenfalls rückläufig: von zuvor 7,9 auf nunmehr 7,4 Tage.

Geburten rückläufig

Die Zahl der ambulanten Operationen hat zugenommen: von 578 auf 633 im vergangenen Jahr. Die Zahl der Geburten ist wiederum rückläufig: von zuvor 392 auf 366 Geburten im vergangenen Jahr.

Der Kuratoriumsvorsitzender zeigte sich überzeugt: „Auch das Jahr 2004 wird schwierig, doch „wir stellen uns den schweren Zeiten”, gab er gleichsam die Losung aus. Dabei zollte er den Mitarbeiten ein hohes Engagement, dem auch das „wesentlich gesteigerte Erscheinungsbild” des St. Brigida-Krankenhauses zu verdanken sei. Das Malteser Krankenhaus beschäftigt 283 Mitarbeiter, darunter 37 Ärzte und 101 im Pflegedienst, dazu 100 in der Verwaltung, in der Technik und anderen Bereichen wie Labor und Schile.

Freiherr Geyr von Schweppenburg listete in seinem Jahresbericht auf, was sich alles im und am Krankenhaus verändert hat. So wurde im November eine hochmoderne „Maschine” (ein neues Ultraschallgerät) angeschafft, mit der viele kardiologische und gastroenterologische Probleme gelöst werden können. Dr. Milz hat seine offizielle Facharztbezeichnung als Kardiologe erhalten, so dass eine Ausweitung der kardiologischen Leistung nun möglich wird.

Erweitert wurde auch das Therapieangebot im Bereich Krankengymnastik Verbessert wurde auch die moderne Wundversorgung bei stationären und ambulanten Patienten. Etabliert wurde am Simmerather Krankenhaus ein neues Verfahren für die Versorgung von Oberarmfrakturen.

Zur besseren Versorgung ausgeprägter Hämorrhoiden und Rectumproblaps wurde eine neue Technik mit einem Klammergerät eingeführt.

Zu den Erfolgen des Jahres 2003 gehört auch, dass alle 11 Schülerinnen und Schüler der Krankenpflegeschule das Staatsexamen bestanden haben. Im September hat ein neuer Lehrgang mit 18 jungen Leuten begonnen, davon kommen fünf aus dem St. Elisabeth-Krankenhaus in Jülich.

Ein wichtiges Ereignis für das Krankenhaus: Im März wurde mit dem Bau des Altenheimes der Malteser beginnen, „ein wichtiges Standbein in der Region und ein Baustein im Rahmen der integrierten Versorgung der Bevölkerung”, sagte dazu Freiher Geyr von Schweppenburg.