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Eicherscheid: Korps will den Bass erklingen lassen

Eicherscheid : Korps will den Bass erklingen lassen

Ohne Personalnot und instrumentale Besetzungsprobleme, dafür aber voller Elan und mit dickem Terminkalender startete das Eicherscheider Trommler und Pfeiferkorps in sein Jubiläumsjahr.

Im Rockcafé der Tenne begrüßte Vorsitzender Christof Huppertz mehr als 40 Mitglieder und Gäste zur Hauptversammlung.

Den von Kassenwart Erich Förster vorgetragenen Bericht entnahmen die Anwesenden gegenüber 2002 ein leichtes Minus in den Finanzbeständen, das aber, so der Schatzmeister, „durch beruhigende Rücklagen ausgeglichen wird”. Im Namen der Kassenprüfer bestätigte Christoph Huppertz (II) Erich Förster korrekte Buchführung und erwirkte die Entlastung des kompletten Vorstandes.

In Teilneuwahlen waren fünf Führungsposten neu zu besetzen. Der zweite Vorsitzende, Ralf Hammerschmidt, Schriftführer Christof Claßen, Kassierer Helmut Förster, Jugendvertreter Christoph Huppertz (II) und Günter Offermann als fünfter Beisitzer wurden allesamt in ihren Ämtern bestätigt.

In seinem Geschäftsbericht hielt Schriftführer Christof Claßen Rückblick auf das verflossene Vereinsjahr. Er bilanzierte, das Trommler- und Pfeiferkorps sei dank vier Neuaufnahmen auf derzeit 238 Mitglieder und Gönner gewachsen. 88 von ihnen bildeten den Kader der aktiven Spielleute. 18 Angehörige dieser Gruppe befänden sich noch in der Ausbildung, 22 weitere gehörten zu der von Anja Offermann und Petra Neuss betreuten Kindertanzgruppe.

24 öffentliche Auftritte

Die Spielleute brachten es vergangenes Jahr, errechnete Claßen, auf 24 öffentliche Auftritte, 15 Mal davon zu außerhalb ihres Heimatortes. „Der Trend zum Spaß an der Musik hält unvermindert an”, gab Martin Nießen in seinem Resümee der Vereins-Jugendarbeit den Takt für 2004 vor. Wichtige Lehrgänge - D-2-Prüfungen - stünden an, schon jetzt werde der Jahresausflug des Nachwuchses geplant.

Dirigent Herbert Schröder bezeichnete die Vorstellung der Trommler und Pfeifer anlässlich des Wertungsspiels als gelungen und erfolgreich: „Wir haben stets an der Qualitätsverbesserung unserer Musik gearbeitet” Eine neue Lyra und ein Xylophon seien angeschafft worden, nun dächten die Verantwortlichen daran, „zur weiteren Optimierung des Instrumenten-Registers auch einen Bass ins Programm zu nehmen”.

Stabführer Schröder registrierte, „dass glatt die Hälfte unserer Mitglieder, die regelmäßig zu den Musikproben erscheinen, maximal 21 Jahre sind, auch die älteren Semester sollten daher öfter den Weg zu den Übungsabenden finden”. Schröder blickte auf bevorstehende, einsatzintensive Gastspiele seiner Musikanten voraus und erwähnte das Gemeinschaftskonzert mit dem Kirchenchor Sankt Lucia wie den „Eifelklängen” (8. Mai), das Wertungsspiel in Olpe zum Landesmusikfest, das Verbandsfest in Strauch sowie das eigene, 80-jährige Vereinsbestehen: „Am 9. und 10. Oktober werden wir unser Jubiläum feiern und die heilige Messe wie den Festabend gestalten.”

Durch Verleihung der Vereinsnadel wurde Niklas Offermann offiziell in die Reihen der Aktiven aufgenommen. Der Zwölfjährige begann seine Ausbildung als kleiner Trommler.

Thema Goldhochzeit

Zum Tagesordnungspunkt Verschiedenes verkündete Vorsitzender Christof Huppertz einen Vorstandsbeschluss, nach dem das Trommler- und Pfeiferkorps künftig zu besonderen Anlässen wie Goldhochzeiten nur nach ausdrücklicher Einladung und Absprache mit den Ausrichtern aufspielen wird; unvorbereitete „Überraschungsständchen” wird es nicht mehr geben. (M. S.)