Konzen: Konzen trauert um Schartmanns Hein

Konzen: Konzen trauert um Schartmanns Hein

Konzen trauert um Heinrich Huppertz: Am 1. Januar ist er, in Konzen besser bekannt als Schartmanns Hein, nach langer Krankheit im Alter von fast 78 Jahren verstorben.

Er war viele Jahre lang der Gastwirt des „Hardthofes” in der Nähe der Kirche. Gemeinsam mit seiner Frau hatte er die Gaststätte „A Schartmanns” am 1. Mai 1958 von seinen Eltern übernommen. Ab 1981 führte er die Wirtschaft hauptberuflich, nachdem er zuvor die Landwirtschaft aufgegeben hatte.

Der „Hardthof” gehört zu den historischen Plätzen in Konzen und in der ganzen Nordeifel. „Allgemein wird angenommen”, so lesen wir in einem Beitrag des Konzener Heimatkundlers und Geschichtsforschers Hans Steinröx, „dass der Hardthof, jetzt das Gasthaus Huppertz-Schartmann, an der Stelle des karolingischen Königshofes steht”.

Wann der Gutshof entstanden ist, kann nicht mehr festgestellt werden, erstmals urkundlich erwähnt wurde der Hof im Jahr 1342. Pächter des Hardthofes war von 1739 an Arnold Müllenmeister.

Der Pächter des Hardthofes durfte den Titel „Burgvogt von Konzen” tragen, an ihn erinnert noch heute das „Arnold-Kreuz” am Reinartzpfad, dort ist Arnold Müllenmeister am 25. April 1767 an Herzversagen verstorben. Vor wenigen Monaten hat der Konzener Eifelverein dieses Kreuz erneuert.

Messe nach dem Krieg

Am Ostersonntag 1945, noch vor dem Ende des Krieges, hielt der Imgenbroicher Pastor in der Gaststätte Huppertz-Schartmann eine Messe für die schon aus der Evakuierung zurückgekehrten Bewohner von Imgenbroich und Konzen. „Anschließend nahmen die Eheleute Hubert Huppertz und Helene, geb. Schartmann, die Gaststätte in Betrieb, nachdem das stark zerstörte Dach wieder notdürftig repariert worden war”, so ist im Buch „1100 Jahre Konzen” nachzulesen.

Heute befindet sich der Gasthof bereits in der vierten Generation im Familienbesitz, 1995 wurde der „Hardthof” um sechs Gästezimmer erweitert.

Die Trauerfeier für Heinrich Huppertz beginnt am Dienstag, 6. Januar, um 11 Uhr in der Pfarrkirche Konzen.

Mehr von Aachener Zeitung