Aachen: Kommunikationsoffensive für das Kreuz Aachen

Aachen: Kommunikationsoffensive für das Kreuz Aachen

Der Landesbetrieb Straßenbau, Straßen.NRW, geht in die Kommunikationsoffensive, um die zu erwartenden Verkehrsprobleme beim Umbau des Aachener Autobahnkreuzes so weit wie möglich zu reduzieren. Ende des Jahres soll eine Internetseite nur für die fünfjährige Umbauphase Online gehen.

Dort können Bürger, Speditionen und Handwerksunternehmen sich eine Übersicht über Details der Bauarbeiten verschaffen, um notwendige Fahrten so weit wie möglich darauf abzustimmen. Zwei Webcams werden aktuelle Bilder aus dem Kreuz liefern.

Schon heute kann jeder unter autobahn.nrw.de eine Stauprognose für die nächste Stunde abfragen. Spätestens im Februar soll dann ein Bürgerbüro auf Merzbrück folgen, in dem einmal pro Woche drei Mitarbeiter der Bauaufsicht des Landesbetriebs Straßenbau persönlich Fragen beantworten. Das sagte Edgar Klein, Leiter der Straßen.NRW-Niederlassung Ville-Eifel, bei einer Infoveranstaltung der Initiative Aachen, moderiert von unserem Redakteur Udo Kals.

Bei allen Bemühungen, die Autofahrer frühzeitig zu informieren, weiß Klein, dass es zu Staus kommen wird: „Wir dürfen uns nichts vormachen. Das werden fünf harte Jahre.” Deswegen wird auch die Verkehrslenkung auf der A4 und A44 Richtung Aachen optimiert. Zusätzliche Zählschleifen in allen Fahrbahnen kurz vor dem Kreuz, die eigentlich erst für 2011 geplant waren, werden noch in diesem Jahr angegangen.

Die Messdaten fließen nicht nur in den Verkehrsfunk, sondern auch in den Verkehrsinformations-Kanal TMC. Der erreicht die Fahrer von Autos und Lkw mit Navigationsgeräten mit dynamischer Routenführung sofort. Ist das Aachener Kreuz dicht, erklärt Klein, kann so der Transitverkehr in die Niederlande schon im Kreuz Kerpen und dem Dreieck Jackerath nach Norden um das Aachener Kreuz herum in die Niederlande geleitet werden.

Kopfschmerzen bereitet dem Landesbetrieb noch der Transitverkehr Richtung Belgien. „Es gibt keine Alternativstrecke von Köln”, sagt Klein. Der Bauherr will nun über die Deutschsprachige Gemeinschaft in Eupen den Kontakt suchen, damit die belgischen Lkw-Fahrer wenn möglich die Landeseinfahrt über die Südeifel bei Prüm wählen.

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