Eifel: Kommentiert: Ein aufrichtiger und gradliniger Trainer geht

Eifel: Kommentiert: Ein aufrichtiger und gradliniger Trainer geht

Er war nicht immer der bequemste, sei es nun für seine Spieler, Vereinsfunktionäre, Schiedsrichter oder auch für die Presse. Nach ganz schlechten Spielen seiner Mannschaft bekam auch der Chronist noch die schlechte Laune des Trainers zu spüren.

Aber er war immer ein adäquater Ansprechpartner, der nach guten Spielen seines Teams und den Aufstiegen überschwänglich lossprudelte und am liebsten eine Sonderausgabe der Zeitung gefordert hätte. Seine Maßnahmen, um Erfolg zu haben, waren vielleicht nicht immer die populärsten und damit ist er vielleicht bei seinen Kritikern in Rott angeeckt. Aber auch diese müssen zugeben, dass Jürgen Lipka mit seiner Trainingsarbeit, seinen emotionalen Ansprachen und seinem hohen Maß an fußballerischer Kompetenz für den Erfolg beim SV Rott gesorgt hat.

Als der Trainer den SV Rott vor gut elf Jahren übernahm, dümpelte dieser im Keller der A-Liga rum. Dass der Verein einige Jahre später in der Mittelrheinliga spielte, dafür stand auch der Name Jürgen Lipka, denn er formte den Dorfverein zu einem der führenden Vereine im Fußballkreis Aachen.

Auch wenn er in den letzten Monaten nicht nur Freunde in Rott hatte, fällt es vielen nun recht schwer, „Tschüss Jürgen“ zu sagen, denn Jürgen Lipka ist ein aufrichtiger und geradliniger Trainer, der einen riesigen Anteil an den erfolgreichen Zeiten des SV Rott hatte. Dass müssen auch seine Kritiker einsehen.

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