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Evaluierung: Komitee prüft Entwicklung im Nationalpark Eifel

Evaluierung : Komitee prüft Entwicklung im Nationalpark Eifel

Acht Handlungsfelder werden diesemal in der alle zehn Jahre stattfindenden Aktion bearbeitet.

Ein mit Fachleuten verschiedener Einrichtungen besetztes Evaluierungs-Komitee war im Nationalpark Eifel unterwegs, um dessen Entwicklung vor Ort mit Hilfe von bundesweit festgelegten Qualitätskriterien zu begutachten. Diese Vollevaluierung findet etwa alle zehn Jahre in allen 16 deutschen Nationalparks statt. Koordiniert wird das vom Bundesumweltministerium (BUMV) geförderte Projekt durch den Dachverband der Großschutzgebiete in Deutschland, „Nationale Naturlandschaften e.V. (NNL)“. Das elfköpfige Bereisungskomitee setzt sich zusammen aus Vertretungen des Bundesumweltministeriums, der obersten Naturschutzbehörden der Bundesländer (LANA), Wissenschaftlern, Nichtregierungsorganisationen (NROs) sowie der NNL e.V.

Bei der aktuellen Vollevaluierung werden acht Handlungsfelder bearbeitet, die alle gesetzlichen Aufgaben eines Nationalparks abdecken. Die Handlungsfelder werden durch 42 Qualitätskriterien näher beschrieben. Neben der Auswertung von Berichten der Nationalparkverwaltung und einer Exkursion im Nationalpark, befragte das Evaluierungs-Komitee auch Beschäftigte der Nationalparkverwaltung und sogenannte „Stakeholder“. Für den Nationalpark Eifel waren dies Vertretungen aus dem Kommunalen Nationalparkausschuss, dem wissenschaftlichen Nationalparkbeirat, des bedeutsamen Flächeneigentümers Bundesimmobilienanstalt (BImA)/Bundesforst, dem Nationalpark-Förderverein und der Vogelsang IP GmbH.

Das Komitee interessierte sich insbesondere für Gefährdungen des Schutzzwecks durch Zerschneidungen und andere Störungen wie Lärm und Windenergieanlagen, Wald- und Offenlandentwicklung, Renaturierungen und Naturdynamik, Umweltbildung, Barrierefreiheit und Regionalentwicklung. Das Komitee wird einen Evaluierungsbericht mit Empfehlungen erstellen, der die Nationalparkverwaltung und das Umweltministerium NRW bei der Zielerreichung unterstützen soll. 2009 war der Nationalpark Eifel einer der ersten Nationalparks, der freiwillig an der bundesweiten Initiative zur Überprüfung der Managementqualität teilgenommen hatte. Mittlerweile haben erfahrene Komitees neben allen 16 deutschen Nationalparken auch die sechs österreichischen unter die Lupe genommen.

(red)