Schmidt: Kochen, Sport, Theater: Projektwoche in der ABK-Trainingswerkstatt

Schmidt: Kochen, Sport, Theater: Projektwoche in der ABK-Trainingswerkstatt

Viele Köche haben diesmal den Brei nicht verdorben: In der ABK-Trainingswerkstatt in Schmidt waren alle begeistert, die jetzt verschiedene Leckereien probieren durften. Am Ende der Projektwoche präsentierten die Gruppen ihre Ergebnisse; es war kein Wunder, dass die Kochgruppe starken Beifall einheimste. „Kochen ohne Reue — wir bereuen keinen Bissen“ — unter dieses Motto hatten Elisabeth Käufer und Judith Labruier ihren interessanten Kochkurs gestellt.

Beim abwechslungsreichen Buffet mit kalorienreduzierten appetitlichen Speisen langten alle kräftig zu, und es gab viele Komplimente, sowohl für die herzhaften Sachen wie die leicht scharfe Kürbissuppe als auch für Süßes wie beispielsweise den fruchtigen „Hollerkoch“.

Gestärkt verfolgte man dann die Präsentationen der anderen Gruppen, das Engagement und die Fantasie riefen Erstaunen bei den Betreuern hervor.

Das ABK-Hilfswerk kümmert sich um junge Erwachsene, die aufgrund psychischer Behinderungen kein eigenständiges Leben führen können, und verfolgt das Ziel, sie durch therapeutische Maßnahmen und Unterricht zu befähigen, in der Gesellschaft ihren Platz einzunehmen.

In der Trainingswerkstatt in Schmidt werden die jungen Menschen in verschiedenen Handwerken angeleitet; einmal im Jahr sollen interessante Projekte sie aus dem Alltag herausheben und sie in neuen Gruppen zusammenführen. „Wir sind froh, dass unsere Betreuer bei der Projektwoche so intensiv mitmachen, ihre Motivation wirkt ansteckend“, meint Mario Lennartz, Fachbereichsleiter im ABK.

Mit ihren „Fantasie-Tieren“ hatten junge Frauen und Männer ihren Gedanken und Gefühlen Ausdruck verliehen. Sie hatten sich die Frage gestellt: „Wie fühlt sich meine Erkrankung an?“ und Tiere als Symbole gewählt. So war das Küken ein Symbol für Traurigkeit, der Piranha für Aggressivität, der Affe für Überdrehtheit. Es wurde berichtet, mit welchen Techniken die Fantasietiere entstanden sind, und alle bewunderten die merkwürdigen, farbenfrohen Kreaturen. Jetzt verstand man besser, warum ein Tier Stierhörner, eine Löwenmähne und dazu Eulenaugen hatte.

Die Sportgruppe berichtete anschaulich über ihre aktive Woche; „Fußballgolf“ hatten die jungen Männer gespielt, sie hatten den Indemann besucht sowie das Sport- und Olympia-Museum in Köln und schließlich noch auf dem Höhenerlebnispfad Raffelsbrand manches Abenteuer bestanden. „Wald und Natur“ lautete das Thema einer anderen Gruppe, die eine Vennwanderung unternommen und das Naturzentrum Ternell besucht hatte.

Die „Frauenpowergruppe“ hatte sich mit Vorurteilen und unterschiedlichen Auffassungen zu „typisch Frau“ auseinandergesetzt und zeigte hierzu ein originelles Rollenspiel.

Schauspielerisches Talent bewies die Theatergruppe, die ein modernes Schneewittchen-Märchen aufführte; über die witzigen Einfälle, die ulkigen Verkleidungen und das tolle Spiel wurde herzhaft gelacht.

Fachbereichsleiter René Malerbe fasste zusammen: „Ihr habt gut mitgemacht, habt ein Projekt ausgewählt und ein gemeinsames Ziel verfolgt. Da gibt’s wunderschöne Momente, und manchmal hat man keine Lust. Vielen Dank an unser Team und an euch alle. Es hat Spaß gemacht.“

(ale)