Vossenack: Kniffliger Slalom bei Projektwoche „Rad” im Franziskusgymnasium

Vossenack: Kniffliger Slalom bei Projektwoche „Rad” im Franziskusgymnasium

„Das kann sich ein Lehrer nur wünschen”, sagte Dirk Sieven am Freitag mit einem Strahlen auf dem Schulhof des Franziskusgymnasiums Vossenack. Hoch motivierte Schüler kurvten mit Fahrrädern über den Schulhof; die Projektwoche „Rad” fand ihren krönenden Abschluss.

Das Projekt „Radschlag” wird gemeinsam vom Auto-Club Europa, dem Verkehrsclub Deutschland und der Deutschen Sporthochschule Köln durchgeführt und vom Bundesministerium für Verkehr unterstützt. Eine der neun ausgewählten Einrichtungen für das Pilotprojekt war das Franziskusgymnasium in Vossenack, und die Klasse 8a beschäftigte sich während einer ganzen Unterrichtswoche mit dem Thema „Rad”.

Im Biologieunterricht wurden Laktat-Werte gemessen, in Religion wurde über Doping unter dem Aspekt der Ethik gesprochen, Radumfang und Kreisberechnung flossen als praktische Beispiele in den Mathematikunterricht ein, die Materialien wurden im Chemieunterricht unter die Lupe genommen, und schließlich wurde in gutem Deutsch alles protokolliert.

Aber die Hauptsache war der Sport. „Das Rad ist ein ideales Sportgerät”, so Sportlehrer Dirk Sieven. Von der Sporthochschule wurden zahlreiche Mountainbikes zur Verfügung gestellt, sämtliche Funktionen wurden den Mädchen und Jungen erklärt. Das Tragen eines Fahrradhelms war Pflicht. Bei einer Tour zur Wehebachtalsperre hatte Dirk Sieven die Gelegenheit wahrgenommen, den Schülern zu erklären, dass im Wald nicht alles erlaubt ist: Wege, die weniger als zwei Meter breit sind, sind für Fahrräder generell verboten.

Dann wurde am Freitag ein fantasievoller Mountainbike-Parcours auf dem Schulhof aufgebaut, eine echte Herausforderung für die jungen Sportler. Nadine Jörres, eine ehemalige Vossenacker Schülerin, die an der Sporthochschule Köln studiert und die Erfahrungen aus diesem Projekt in ihre Examensarbeit einfließen lassen wird, hatte sich einiges einfallen lassen: Über Wellen aus Holz musste man fahren, über eine Wippe, sogar Stufen mussten bewältigt werden und natürlich ein kniffliger Slalom.

„Ich bin total begeistert”, war der Kommentar der Sportstudentin, „alle wollen mitmachen, die Mädchen genauso wie die Jungen. Es läuft besser, als wir dachten.” Außer dem sportlichen Können und geschickten Fahren waren Rücksichtnahme und Umsicht gefordert. Offensichtlich konnten die jungen Leute gar nicht genug bekommen von den tollen Übungen, unaufhörlich kreisten die Bikes über den Schulhof. „Das machen wir im nächsten Jahr wieder, hier haben wir ideale Voraussetzungen”, freute sich Dirk Sieven.

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