Rollesbroich: Klev Botze feiern ausgelassen: Prinzenproklamation in Rollesbroich

Rollesbroich: Klev Botze feiern ausgelassen: Prinzenproklamation in Rollesbroich

„Ausverkauft!“ hieß es bei der Prinzenproklamation der Klev Botze im Festsaal „Zum Nationalpark“ in Rollesbroich. Die Jecken erlebten im „Rollesbroicher Gürzenich“ eine unterhaltsame Sitzung mit eigenen und auswärtigen Kräften, wobei sich das Publikum kurz vor dem 1. Advent in ausgelassener Fastelovendsstimmung zeigte.

Die war bereits zu spüren, als die Klev Botze mit Mann und Maus unter den Klängen ihres Regimentsspielmannszuges, also dem TPK, einmarschierten, um hiernach ihr altes Dreigestirn mit Michael Heck, Manuel Nießen und Michael Treutwein zu verabschieden. Das junge Trio erhielt viel Applaus für eine Session, in der sie nicht nur Rollesbroich aufgemischt hatten. Dafür gab es auch von den im Saal anwesenden Abordnungen der befreundeten Vereine aus Rurberg/Woffelsbach, Einruhr, Simmerath, Lammersdorf und Kesternich viel Beifall.

Bester Bärenwitz

Mit mächtig viel Sound stieg man dann ins Programm ein. Die Regimentstrompeter der KG Prinzengilde aus Eschweiler-Bergrath eroberten die Bühne. Das brachte Stimmung, wobei der Sound fast die Fenster des altehrwürdigen Saals aus den Angeln hob. Danach eine Darbietung in der Bütt, die man nur als „spitze“ bezeichnen konnte und für die der „Eefelbuer“ Christoph Nellessen aus Rurberg verantwortlich zeichnete. Zu Beginn weihnachtlich angehaucht, erzählte er das Neueste von seiner „angelifteten Dreifaltigkeit“ (Ehefrau). Krönung seiner Ausführungen war, als er vom Abschuss eines Bären im Nationalpark berichtete. Der beste Bärenwitz aller Zeiten.

Hiernach der Auftritt der KG Ruscher Breybrobbele aus Einruhr, die mit ihrem Kinderprinzenpaar und Garden ein unterhaltsames Programm boten. Sie ließen den Saal schließlich auch noch rudern, bevor sie mit ihrem Präsidenten Uwe Zisowski die Bühne für den nächsten Programmpunkt räumten. Die Trevvelgarde der Klev Botze erschien in voller Stärke und mit ganzer Pracht. Mit ihrem Mariechen Anna-Lena Treutwein zeigte sie einen tollen Gardetanz, für den das Publikum eine Zugabe mit „Stippefötsche“ forderte.

Wegen ihres großen Erfolges im Vorjahr präsentierten sich aus Einruhr von den Ruscher Breybrobbele auch wieder Axel Jentges und Uwe Zisowski als Köbesse. Der Programmpunkt „Die drei Ständer“ war ein weiteres Highlight. Marc Schulze, Uwe Voßen und Andy Moll boten ein wortloses Spektakel der besonderen Art, wofür es zu Recht eine Rakete gab.

Danach dann die gefeierte Proklamation von Marcel Breuer (wir berichteten), der beim Einzug von einer Welle der Sympathie auf die Bühne begleitet wurde. Nach dem Tanz der Mariechen stand noch einmal Musik an. Die „Bobbin Babons“ rockten den Saal, bevor die Jecken noch lange feierten.

(ani)
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