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Mützenich: Kirmes mit vollem Programm

Mützenich : Kirmes mit vollem Programm

„Kirmes total”, ein Dorf war für ein paar Tage im Ausnahmezustand, jung und alt auf den Beinen. Erst allmählich wird in Mützenich der Alltag wieder einkehren.

Beatball, Kirmesausgraben, Kirmesball, Frühschoppen, Königsball und Festzüge für die alten und neuen Majestäten der Schützenbruderschaft, Kinderbelustigung, sowie das traditionelle Kirmesbegraben, waren die Eckpunkte des Programms, das sich über fünf Tage erstreckte. Nach Kirchgang, Messe und Kranzniederlegung am Ehrenmal führten die Schützen am Sonntag noch zwei weitere Schießwettbewerbe durch.

Titel für die Stadtschützenkönigin

So konnte Karl Heinrichs den Wanderpreis erkämpfen. Startberechtigt für diesen Wettbewerb, bei dem mit Kleinkaliber auf Holzsterne geschossen wird, sind alle Schützenschwestern und -brüder. Zur Ermittlung des Ehrenkönigs kommen alle Schützenkönige des Vereins zum Schießstand. Elisabeth Schilder, letztjährige Schützenkönigin, setzte sich gegen die männliche Konkurrenz durch und holte abermals ein hölzernes Gefieder von der Stange. Sie ist ja auch amtierende Stadtschützenkönigin.

Absoluter Höhepunkt war unbestritten der Kirmesmontag. Nachdem die Oldie-Band der Melano aus Steckenborn mit Musik aus 50 Jahren begeistern konnte, trafen sich die Dorfvereine und zogen zur Residenz des neuen Königs Alfred Theissen. Am Hause des Königs wurden die neuen Majestäten, Schülerprinzessin Isabell Schmitz, Jungschützenprinzessin Sarah Leuther, Ehrenkönigin Elisabeth Schilder und Schützenkönig Alfred Theissen, inthronisiert. Und ihnen bot sich bei herrlichem Sommerwetter eine imposante Kulisse. Neben den Dorfvereinen waren hunderte Gäste gekommen und sorgten nicht nur bei den Würdenträgern für Gänsehaut. Fantastisch waren auch der anschließende Festzug und der Königsball. Günter Kallenbrunnen, erster Brudermeister der Schützen, brachte es auf den Punkt: „Kirmes in Mützenich kann man schlecht oder fast gar nicht beschreiben. Man muss sie einfach erleben!”

Flasche Schnaps in der Erde

So herrscht dann auch immer etwas Wehmut, wenn es gilt, den letzten Programmpunkt der Kirmes abzuhalten. Am Dienstagabend zog die Kirmesschar hinter den scheinbar nimmermüden Musikanten des Musikvereins „Eintracht” und des Trommler- und Pfeiferkorps ein letztes Mal aus, um ihre geliebte Kirmes traditionell zu begraben. Eine Flasche Schnaps wird am Königshaus für ein Jahr in Mutter Erdes Schoß verweilen, und von allen Kirmes-Enthusiasten schon jetzt wieder sehnlichst erwartet.