Schmidt: Kirchenvorstand Schmidt einigt sich mit dem Bistum

Schmidt: Kirchenvorstand Schmidt einigt sich mit dem Bistum

Im Schiedsverfahren der gewählten Mitglieder des Kirchenvorstands der Kirchengemeinde St. Hubertus in Schmidt verschließe sich das Bistum Aachen nicht länger der Erkenntnis, dass die Entlassungsbescheide für die acht des Amtes enthobenen Kirchenvorstandsmitglieder rechtswidrig seien.

Dies teilt am Montag Adalbert van Londen für die Schmidter Kirchenvorstand mit. So sei in der mündlichen Verhandlung am 18. Februar 2011 in dreieinhalbstündiger Sitzung ein Einigungsvorschlag erarbeitet worden. Darin sei u.a. vorgesehen, dass das Bistum den Vorwurf der groben Pflichtwidrigkeit fallen lasse und die Entlassungsbescheide aufhebe. Van Londen: „Das Bistum hat nun zur Freude und Genugtuung der Mitglieder des Kirchenvorstands in einer Stellungnahme zu dem Einigungsvorschlag signalisiert, dem zuzustimmen.”

Als Entgegenkommen hätten sich die vier Antragsteller, die ohnehin im nächsten Jahr aus dem Amt geschieden wären, bereit erklärt, ihr Amt im Kirchenvorstand vorzeitig niederzulegen. Der damit verbundene personelle Wechsel solle einen pastoralen Neubeginn erleichtern.

Dass eine endgültige Einigung noch nicht erzielt werden konnte, liegt laut van Londen daran, dass das Bistum einen Punkt des Einigungsvorschlags - von insgesamt acht Punkten - nach der Schiedsverhandlung nicht zustimmen wollte. Dieser Punkt betreffe das von den Beteiligten angedachte Coaching-Verfahren, mit dem die Zusammenarbeit zwischen dem Kirchenvorstand und dem Pfarrer mit Hilfe von außen professionell unterstützt werden soll.

Das Bistum lege Wert darauf, weitere Einzelheiten dieses Verfahrens bereits vorab zu konkretisieren. Die Mitglieder des Kirchenvorstands hielten dies jedoch für entbehrlich und könnten sich des Eindrucks nicht erwehren, dass dadurch die rechtlich gebotene sofortige Wiedereinsetzung durch Erklärung des Bistums nach der Schiedsverhandlung noch bis Juli hinausgezögert werden solle.

Die Kirchenvorsteher seien aber zuversichtlich, auch in diesem Punkt eine Einigung mit dem Bistum erzielen zu können, „sofern die Entlassungsbescheide unverzüglich aufgehoben und die Kirchenvorsteher nach Recht und Gesetz sofort in ihr Amt eingesetzt werden.”

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