Kesternich: Kirchenkonzert rund um das Friedenslicht

Kesternich: Kirchenkonzert rund um das Friedenslicht

„Seht, er kommt, der Friedensfürst!“ Unter diesen Leitspruch hatte der gemischte Kirchenchor der Kesternicher Pfarre Sankt Peter und Paul diesmal seine seit Jahren populäre kirchenmusikalische Feierstunde gestellt.

Im gut besuchten Kesternicher Gotteshaus hieß dazu Vorsitzende Marlene Strauch am Sonntagnachmittag unter den Zuhörern auch GdG-Pfarrer Michael Stoffels und dessen Amtsbruder Leo Kerbusch willkommen. Das Auditorium erlebte am vierten Advent ein anspruchsvolles Konzert des rund 30-köpfigen Gesangsensembles, in künstlerischer Harmonie vereint mit einer Gruppe Flötistinnen des Kesternicher Trommler- und Pfeiferkorps. Sie wurde von Dirigentin Annette Johnen geleitet.

Die Sakralchoristen standen unter Stabführung von Eva Honecker. Ein vielversprechender Solist rundete den Kreis der Interpreten klangvoll ab: Bassbariton Johannes Honecker überzeugte durch Timbre und homogene Reife seiner Vorträge. Die Sänger und Musikanten erfreuten die Besucher des Gotteshauses im Schein des Friedenslichts aus Bethlehem.

Zeichen gegen Dunkelheit

Eva Honecker zum Programminhalt des Nachmittages: „Zwischen prophetischen Worten Jesajas regt die dargebotene Musik zum nachdenklichen Lauschen und Innehalten an.“

Das Friedenslicht, erklärte Eva Honecker weiter, sei ein positives Zeichen gegen Dunkelheit und böse Stimmungen. Es solle verteilt und vermehrt, mit nach Hause genommen werden und als Symbol für christliche Adventshoffnung in die Welt strahlen. Marlene Strauch zeigte sich angetan, „weil so viele Gäste unserer Einladung gefolgt sind, so stimmen wir uns ideal auf das Weihnachtsfest ein.“

Neben musikalisch wie stimmlicher Schilderung menschlicher Gemütszustände und Sehnsucht nach Erlösung von Leid und Gefahr, sorgten die TPC-Flötistinnen ihrerseits für heitere Töne: Devennes Flötenduett und „I will follow him“ aus dem Musical „Sister Act“ meisterhaft zu Gehör gebracht.

Da passte auch der vom Anti-Kriegslied zur internationalen Weihnachtssage mutierte „Little Drummer Boy“ ins musische Angebot. Mit hymnischen Weisen wie „Macht hoch die Tür“ oder „Tochter Zion“ bürgten für zum Christfest klasse präsentierte Klassikwerke für erste Qualität.

Mit Rhythmen des geistlichen Weltopus „Als aller Hoffnung Ende war“ leiteten die Mitwirkenden das große Finale ein und machten die in den Kirchenbänken Vereinten zum stimmgewaltigen Madrigalchor.

Doch mit einem Dankeswort der Vorsitzenden Strauch an alle Konzertbesucher und aktiv am Gelingen eines Konzertgenusses Beteiligten war das Lichterspektakel noch lange nicht zu Ende. Im Pfarrheim verkürzte man sich die Wartezeit auf das Christkind mit Gebäck und wärmenden Getränken, während draußen böiger Eifelwind so manche Friedenskerze auspustete.

(M. S.)