Kesternich: Kesternicher Schwalben kicken mit den Profis

Kesternich: Kesternicher Schwalben kicken mit den Profis

Wie Klose, Podolski & Co. irgendwann mal ein Tor für Deutschland schießen - davon träumen derzeit viele kleine Kicker. 60 junge Kesternicher sind diesem Traum jetzt ein Stück näher gekommen, denn die größtenteils fußballbegeisterten Grundschüler hatten mit ihrer Schwalbenschule einen Platz für die WM-Bolzplatz-Tour 2010 der AOK Rheinland gewonnen.

Während der Weltmeisterschaft besucht die AOK täglich eine Grundschule im Rheinland. Mit dabei sind die beiden ehemaligen Bundesliga-Profis Michael Klinkert, der unter anderem für den FC Schalke 04 gekickt hat, und Marcel Witeczek, damals unter anderem bei Bayern München aktiv.

Beide arbeiten heute für die AOK im Sports- und Präventionsbereich. Gemeinsam trainieren sie die Kids bei den täglichen Besuchen und geben Tipps mit auf den Weg. „Wir wollen so aktiv etwas gegen Bewegungsmangel, Sportunlust und immer stärker zunehmendes Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen tun”, sagt AOK-Regionaldirektor Horst Schwering.

„Dadurch, dass die Großen´ dabei sind, soll das Interesse der Kinder geweckt werden.” Man sehe, „dass das wirkt, wenn man sich anschaut, wie diszipliniert sie sich beim Training mit den Stars verhalten”. Aus dieser Region fiel die Wahl auf die Grundschule Kesternich, weil sie den Sport sehr aktiv in den Schulalltag einbaut. „Für uns als Bewegte Schule´ ist es eine große Ehre, dass wir gewonnen haben. Die meisten unserer Schüler, auch die Mädchen, spielen Fußball”, erklärt Schulleiterin Heike Bittner.

Den gesamten Vormittag durften die Kleinen mit den Profis trainieren und waren begeistert: „Wir sind fast alle Fußballfans und freuen uns sehr über das Training”, erklären die Kinder einstimmig bei einer Pause mit Waffeln und Getränken, die von Eltern und Förderverein verteilt wurden.

Mit insgesamt einer Millon Euro pro Jahr unterstützt die AOK den Schulsport. „Wir sehen, dass es da Defizite gibt und wir große Probleme kriegen, wenn Kinder sich nicht genug bewegen. Wir versuchen also bei den Dingen zu helfen, die die Politik nicht leisten kann”, sagt Horst Schwering.

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