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Kesternich: Kesternich: Nutzung der Grundschule als Kindergarten?

Kesternich : Kesternich: Nutzung der Grundschule als Kindergarten?

Bereits 23 Neuanmeldungen gibt es für den Kindergarten in Kesternich für den Sommer dieses Jahres — unmöglich zu stemmen bei der aktuellen Kapazität des Gebäudes. Denn lediglich vier Kinder verlassen den Kindergarten. Doch in Kesternich ist man sich dieser Problematik bewusst und hat vorgesorgt.

Zwar wurde der Betrieb in der Grundschule eingestellt, doch das Gebäude wird nicht leer stehen, sondern es wird eine Erweiterung des Kindergartens geben. „Mit der Umnutzung der Grundschule zum Kindergarten können wir sehr zufrieden sein, und es ist nach dem Ende der Schule mehr als nur ein Trostpflaster“, zeigte sich nicht nur Ortsvorsteher Sascha Schmitz auf der Mitgliederversammlung des Ortsverbandes der CDU Kesternich mit der neuen Nutzung sehr zufrieden.

In seinem ersten Bericht als Ortsvorsteher bezeichnete Schmitz diese Thematik als „das spannendste Projekt im Ort“ im abgelaufenen Jahr. Vonseiten der Erzieher im Kesternicher Kindergarten habe er immer wieder aktuelle Wasserstandsmeldungen erhalten. So befinden sich zurzeit 22 Kinder im Kesternicher Kindergarten. Gemeinsam mit den 23 Neuanmeldungen und lediglich vier Abmeldungen im Sommer würde die aktuelle Kapazität jedoch deutlich gesprengt, und einige Kinder müssten auf die Nachbarorte verteilt werden.

„Gute Zusammenarbeit“

Um diesen Fall zur vermeiden, wird zum neuen Schuljahr die Möglichkeit geschaffen, über 20 Kinder zusätzlich aufzunehmen. „Es ist relativ wenig Aufwand, den alten Teil der Grundschule zügig umzubauen, um zum neuen Schuljahr genügend neue Plätze zu schaffen“, erläuterte Schmitz.

Der Bedarf könne somit gedeckt werden, so dass kein Kind aus Kesternich mehr in einen anderen Ort ausweichen müsse. Er hob zudem die gute Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister, der Gemeinde Simmerath und der Städteregion hervor. „Wir sind mit den aktuellen Zahlen zum Bürgermeister gegangen, haben gemeinsam den Bedarf erkannt und im Anschluss mit der Verwaltung und der Städteregion schnell eine Lösung gefunden.“

Zur Thematik der Grundschule sowie deren Umnutzung äußerte sich auch Bernd Goffart als Gemeindeverbandsvorsitzender: „Nach fünf Jahren gibt es zum ersten Mal wieder mehr Kinder, aber die Zahlen würden dennoch nicht ausreichen, um die Grundschulen in Kesternich und Steckenborn aufrechtzuerhalten.“ Der Hauptgrund für den Anstieg seien nicht mehr Kinder im Ganzen, sondern das komplett geänderte Anmeldeverhalten der Eltern.

„Die Eltern melden ihre Kinder immer früher im Kindergarten an, so dass der Bedarf steigt“, erklärte Goffart. Durch die Erweiterung des Kesternicher Kindergartens sei es zukünftig nicht mehr notwendig, dass Kesternicher Kinder nach Strauch wechseln müssen. „Alle Kesternicher Kinder können durch die Umnutzung hier bleiben, während sie sonst auf die Orte verteilt worden wären“, konnte sich auch Goffart gut mit der gefundenen Lösung arrangieren.

Zu einem späteren Zeitpunkt soll dann auch noch der neue Teil der Grundschule baulich umgestaltet werden. „Zum Jahr 2019 sind dann theoretisch sogar über 60 Kindergartenplätze verfügbar“, zeigte der Ortsvorsteher sich glücklich über die neuen Planungen nach dem Ende der Grundschule. Auch werde genügend Parkraum vorhanden sein, betonte Schmitz. Die Zufahrt werde aller Voraussicht nach über die Bundesstraße erfolgen.

(maxs)