Gemünd: Keramik und Malerei im Kunst-Forum Eifel

Gemünd: Keramik und Malerei im Kunst-Forum Eifel

Zum Frühlingserwachen wird im Kunst-Forum Eifel in Gemünd eine neue Ausstellung eröffnet, die vom 2. April bis zum 10. Juni läuft. Zur Eröffnung am Sonntag, 2. April, 15 Uhr, sind alle Interessierten eingeladen.

Jenseits aller Nützlichkeit als Vase, Topf und Teller etablierten sich seit den 1950er Jahren Ton, Porzellan und Paperclay als neue Medien künstlerischen Schaffens. Aus der Tradition der angewandten Kunst heraus, in der Keramiken vor allem einem Zweck dienten oder eine Funktion hatten und das dekorative Element an erster Stelle stand, gewannen Studien zu Material und Technik immer größere Bedeutung.

Sie traten in vielfältige Auseinandersetzungen mit Architektur, Malerei und Skulptur und weitgehend traten Inhalte und Konzepte in den Vordergrund der Gestaltung. Glasuren, Bemalungen und Brandtechniken, Verbindungen mit anderen Materialen, Scherben von weißem Porzellan, poröse Irdenware und dicht gebranntes Steinzeug, die in ungebranntem Zustand geritzt, gekämmt, durchlöchert, gebrochen und in ihrer Materialität gesteigert werden können, sind heute Anlass für immer neue Gestaltungsmöglichkeiten.

Die Präsentation dieser Objekte wird begleitet von einer Variante der Malerei, die wenig in ihrer Eigenständigkeit und mit ihrem Ziel, die Farbe aus der Gegenstandswelt zu befreien, beachtet wird.

Losgelöst von allen gegenständlichen Bindungen, eingebunden in ein streng komponiertes Ordnungssystem der Flächen, geprägt von Übermalungen und Verwischungen in variierenden Übergängen, wird die Farbe zum formelhaften Zeichen — monochrom, minimal, konkret. Als suche man nach der plastischen Qualität von Licht.