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Absage in Roetgen, Sturmschaden in Kesternich: Karnevalisten erneut vom Sturm getroffen

Absage in Roetgen, Sturmschaden in Kesternich : Karnevalisten erneut vom Sturm getroffen

Auch Sturmtief „Victoria“ sorgt in der Nordeifel für Schäden und Behinderungen

Kurz nach 8.00 Uhr am Sonntagmorgen meldete die Feuerwehr Stolberg bereits die erneute Sperrung der Jägerhausstraße „infolge umgestürzter Bäume, die aus Sicherheitsgründen auch aktuell nicht entfernt werden können“, wie es hieß. Ein ähnliches Bild wenig später auf der Hahner Straße, wo die Rotter Feuerwehr einen umgestürzten Baum wegsägen sollte. „Vor Ort wurde bei der Erkundung festgestellt, dass der Wind bereits derart stark ist, dass ein gefahrloses Arbeiten nicht mehr möglich war. Die Feuerwehr Roetgen hat sich daher entschieden, gemeinsam mit dem Bauhof der Gemeinde Roetgen die Hahner Straße zwischen Lammersdorf und Mulartshütte zu sperren. Hiervon ist auch die Lammersdorfer Straße ab dem Grillplatz betroffen“, vermeldete die Feuerwehr Roetgen auf ihrer Facebookseite.

Knapp zwei Stunden vor dem geplanten Einlass (10.30 Uhr) musste dann auch die Karnevalsgesellschaft Roetgen vor dem weiter zunehmenden Sturm kapitulieren: „Leider müssen wir unseren heutigen Frühschoppen wegen Sturm absagen. Wir haben uns vor Ort selbst davon überzeugt dass wir diese Entscheidung treffen müssen. Safety first! (“Sicherheit zuerst!“) postete die KG am Sonntagmorgen auf ihrer Facebookseite.

Nur drei Tage nach der Freigabe infolge des Sturms am vergangenen Wochenende musste die Hahner Straße am Sonntagmorgen erneut in beide Richtungen gesperrt werden. Foto: Hoffmann

Noch härter aber traf es die Jecken in Kesternich, deren Zelt erst vor zwölf Tagen unter Schneelast eingeknickt und mit großem ehrenamtlichem Einsatz flugs neu aufgebaut worden war. Sonntagvormittag erfasste eine Sturmböe die Eingangsseite des Zelts, so dass ein Stützpfeiler weggedrückt wurde und ein Mittelträger durchbrach. Provisorisch wurde das Dach mit einem Radlader und Holzbalken abgestützt, um noch Schlimmeres zu verhindern. Offen blieb am Sonntagabend, ob man das Zelt bis zum närrischen Endspurt erneut wird reparieren können.

Bei anhaltendem Sturm mussten im Laufe des Tages weitere Strecken gesperrt werden und dürften voraussichtlich auch bis mindestens Montag nicht befahrbar sein: die Eschbachstraße (K2) von Imgenbroich/Menzerath nach Monschau sowie schon vergangene Woche die L 106 zwischen Eicherscheid und Hammer.

(hes)